3.11.2016
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Klares „Nein“ zu zwölf Stunden Arbeit

DIALOG. Ist ein Zwölf-Stunden-Arbeitstag sinnvoll? 40 Betriebsrätinnen und Betriebsräte setzten sich auf Einladung von GPA und AK einen Tag lang mit dem Thema auseinander. Man wollte bewusst alle Seiten hören. Kammer und Gewerkschaft hatten deshalb auch Mathias Burtscher, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung in Vorarlberg, eingeladen, um seine Argumente vorzutragen.

Ruhebedürfnis überwiegt

AK-Präsident Hubert Hämmerle beeindruckten vor allem „die persönlichen Beispiele aus der Arbeit der Betriebsräte oder aus der ganz persönlichen Betroffenheit“. Da wurden die familiären Auswirkungen augenscheinlich. Wie fühlt sich das an, wenn Arbeiterin oder Arbeiter nach so langen Tagen fast nur noch Ruhezeiten brauchen? Die gemeinsam gestaltete Freizeit schrumpft auf ein Minimum. Dafür wächst das Konfliktpotenzial, wenn die jeweiligen Partner gestresster und gereizter nach Hause kommen.

Konzentration leidet

Hubert Hämmerle und GPA-Geschäftsführer Bernhard Heinzle ist der Wettbewerbsdruck für die Unternehmen durchaus bewusst. „Aber kann man zwölf Stunden lang wirklich produktiv arbeiten?“ Studien belegen, dass die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit und damit die Präzision unter so langen Arbeitszeiten leiden. Das so vehement angestrebte Modell kann rasch zum Bumerang werden.

„Deshalb werden wir uns dagegen wehren“, betont Heinzle. „Wir sind nach Abwägen aller Argumente zum Schluss gekommen, dass ein Zwölf-Stunden-Arbeitstag einfach nicht sinnvoll ist.“ Zu diesen Argumenten zählt auch, dass der Zwölf-Stunden-Arbeitstag, zu dem Arbeitnehmer ja auch kurzfristig quasi einberufen würden, die freie Zeit unplanbar macht. „Das aber hebelt das Ehrenamt aus“, sagt Hämmerle. Ob Fußball-Nachwuchstrainer oder Mitglied der Blasmusik – all diese Engagements fielen dem Zwölf-Stunden-Arbeitstag alsbald zum Opfer.

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