28.11.2014
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Landesrätin würde Personal der Kindergärten übernehmen, aber …

...die Gemeinden legen sich quer, sagt Katharina Wiesflecker. Vielleicht helfen ihr die enormen Kostenzuwächse beim Sozialfonds weiter.

Gehaltsunterschiede © AK, AK

1000 Pädagoginnen und 300 Helferinnen arbeiten in 250 Vorarlberger Kindergärten. Dort betreuen sie 9570 Drei- bis Sechsjährige und bekleiden eine Schlüsselstelle im Bildungssystem: Ob die Kinder später gut und gerne lernen, entscheiden die frühen Jahre.

Die grüne Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker hat die Aufwertung der 1300 Bediensteten ganz oben auf der Agenda notiert. Dennoch will sie die Pädagoginnen nicht samt und sonders ins Landesdienstrecht übernehmen und einheitlich bezahlen, so wie es AK-Direktor Rainer Keckeis gefordert hat. Das heißt, sie möchte schon, aber „die Realpolitik“ steht ihr im Weg. Dieses Schlagwort drängelt sich wieder und wieder zwischen ihre Sätze, auch als die neue Landesrätin vor der Vollversammlung der AK spricht. 

Als Opposition selbst verlangt

Zuletzt hat Wiesflecker im August 2014 gemeinsam mit Nationalrat Harald Walser im Rahmen einer Pressekonferenz die Übernahme des Kindergartenpersonals in den Landesdienst gefordert. „Das würde den Stellenwert der Pädagoginnen erhöhen und die Gemeinden entlasten.“

Mit dem Wechsel auf die Regierungsbank bläst Wiesflecker nun der starke Widerstandswind der Kommunen ins Gesicht. „Die Gemeinden wollen die Kindergärtnerinnen nicht hergeben.“ Bei der Verhandlung des 76 Seiten starken Regierungsprogramms gelang es ihr nicht, diese Forderung hineinzureklamieren. Aber eine kleine Chance sieht sie noch.

Der Sozialfonds des Landes, der von den Gemeinden mitgetragen wird, erreicht heuer die 300-Millionen-Euro-Schallmauer. Aus diesem Topf werden u. a. Jugendwohlfahrt, Behindertenhilfe und Sozialhilfe bestritten. Seit sieben Jahren wächst die Belastung jährlich um 8,8 Prozent. Die Gemeinden stöhnen. Vielleicht, sagt Wiesflecker, lasse sich da etwas gegenverhandeln. Wenn das Land die Kindergärtnerinnen übernähme, fielen wenigstens die den Gemeinden nicht mehr zur Last.

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Verwandte Links

Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK