27.05.2011
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Neue Informationskampagne der Arbeiterkammern: „Lass dich nicht zur Schnecke machen!“

Viele Betriebe verhalten sich korrekt gegenüber ihren Mitarbeitern, in anderen werden die Rechte der Arbeitnehmer mit Füßen getreten. Die AK Vorarlberg setzt sich für Gerechtigkeit ein und stärkt mit einer Informationskampagne in Fernsehen, Zeitungen und Kino das Selbstbewusstsein der Beschäftigten.


Er tut einem wirklich leid, der Kollege, der aus dem Büro des Chefs gekrochen kommt. Und – leider – gibt es genug Menschen, die aus eigener Erfahrung mitfühlen. Denn die Botschaft ist knapp und eindeutig: „Lass dich nicht zur Schnecke machen!“ Nach der erfolgreichen Kampagne „Müssen wir jede Krot schlucken?“ im Vorjahr, sorgen die Arbeiterkammern auch dieses Mal mit einer Adaption aus der Tierwelt österreichweit für Aufsehen.

Einprägsamer Slogan

„Ging es letztes Jahr mit der ,Krot’ in Folge der Wirtschaftskrise vor allem um eine gerechte Lastenverteilung, stehen bei der neuen AK-Kampagne die konkreten Arbeitsbedingungen der Menschen im Vordergrund“, erklärt AK-Präsident Hubert Hämmerle: „Die Kampagne unterstreicht mit einem einprägsamen Slogan und dem Mann mit dem Schneckenhaus, wie wichtig die Arbeiterkammer für die Beschäftigten in unserem Land ist.“

Beratung durch die AK

Denn neben vielen ausgezeichneten Arbeitgebern, so Hämmerle, gibt es auch Schwarze Schafe und nicht zuletzt Unwissenheit auf beiden Seiten. „Wir haben gute Arbeitnehmerrechte. Dafür haben die Gewerkschaften und die Arbeiterkammer seit Jahrzehnten gekämpft. Wir haben ein wachsames Auge darauf, dass die geltenden Gesetze auch weiterhin die Interessen der Beschäftigten berücksichtigen. Mit der Kampagne ermutigen wir die Arbeitnehmer, ihre Rechte wahrzunehmen. Die AK Vorarlberg hilft ihnen dabei.“

Schließlich heißt Rechte haben leider nicht immer auch sofort Recht zu bekommen. Allein bei der AK in Feldkirch suchten im ersten Vierteljahr 2011 fast 12.000 Menschen Rat und Hilfe, weil sie Fragen, Zweifel und konkrete Beschwerden hatten, die das Sozial-, Arbeits- oder Steuerrecht betrafen (siehe Kasten). Dazu kommen in den drei AK-Geschäftsstellen Bregenz, Dornbirn und Bludenz weitere rund 7000 Vorsprachen, Auskünfte und Interventionen (Fälle, die den Konsumentenschutz betreffen, sind hier gar nicht eingerechnet). In Summe ging es dabei für die Arbeitnehmer um weit mehr als eine halbe Million Euro. Über viele Forderungen konnte außergerichtlich eine Einigung erzielt werden, bei anderen hilft nur der Gang vor Gericht. Die AK Vorarlberg verhilft den Betroffenen dabei zu ihrem Recht: „Dafür kämpfen wir mit qualifizierten Experten in den spezialisierten Rechtsabteilungen“, erklärt AK-Präsident Hubert Hämmerle.

Argumente zählen

Noch eines soll die neue AK-Kampagne deutlich machen: Nur wer seine Rechte kennt, hat auch selbst gute Argumente, wenn es im Betrieb einmal zu Konflikten kommt. Hämmerle: „Wer sich nicht zur Schnecke machen lässt, geht auch mit mehr Selbstbewusstsein durchs Berufsleben.“

Gefragte Hilfe

Allein in der AK Feldkirch wurden die Rechtsabteilungen im ersten Quartal 2011 in fast 12.000 Fällen um Hilfe gebeten:


telefonisch persönlich
Sozialrecht 1074 615
Arbeitsrecht 3226 825
Familien u. Frauen 1270 290
Steuerrecht 2949 1500


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