19.1.2017
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Beseitigung der Kalten Progression nur für alle

ERWARTUNGEN. Dass es der Wirtschaft besser geht, ist auch dem privaten Konsum geschuldet, und der hat stark von der im Jänner 2016 in Kraft getretenen Steuerreform profitiert. Das Konsumwachstum hat sich 2016 auf 1,1 Prozent beschleunigt. Die Nationalbank hat im Dezember 2016 die Effekte der Steuerreform, die in der AK Vorarlberg ihren Ausgang nahm, hoch gelobt. Gleichzeitig weiß niemand besser, dass die Kalte Progression diesem Zauber bald ein Ende machen wird.

450 Millionen für den Fiskus

Diese Kalte Progression entsteht, weil zwar die Löhne durch die Kollektivvertrags-Verhandlungen erhöht werden, Tarifstufen und Steuerabsetzbeträge aber nicht. Deshalb verdienen die Arbeitnehmer zwar auf dem Papier jedes Jahr etwas mehr. Doch dieses Plus schlägt sich so nicht in den Nettogehältern nieder – oft verringern sich die Löhne real sogar. Denn das Gros der Zuwächse kassiert der Finanzminister. Dem Fiskus beschert die Kalte Progression jährliche Mehreinnahmen von rund 450 Millionen Euro. 

Gemeinsamer Kampf

Doch damit soll Schluss sein. Im Vorjahr ist es zwar nicht gelungen. Aber jetzt steht die Abschaffung der „Kalten Progression“ ab 2018/19 scheinbar ganz oben auf dem Plan des Finanzministers und zwar „für alle Steuerzahler“, wie Hans Jörg Schelling (ÖVP) das will, nicht nur für Bezieher niedriger Einkommen, wie das die SPÖ fordert.

Gemeinsamer Kampf

Damit träfe er aus Sicht der AK ins Schwarze. Die Vollversammlung hat in den vergangenen Jahren wieder und wieder die Beseitigung der Kalten Progression verlangt. AK-Präsident Hämmerle verweist auf einstimmige Beschlüsse aller 70 Kammerräte. Auch der Vorarlberger ÖGB-Chef Norbert Loacker will sich nicht länger vertrösten lassen. Auf der einen Seite, betont er, kämpfe man in den Kollektivvertragsverhandlungen um höhere Löhne, auf der anderen Seite fresse die Kalte Progression die Erfolge wieder auf. Die AK hat aus diesem Grund dafür gesorgt, dass aus Vorarlberg zig-tausende Postkarten an den Finanzminister gehen, die alle die Forderung unterstreichen: 

●    Schluss mit Kalter Progression!
●    Jährliche Anpassung des Lohnsteuertarifs bzw. der Absetz- und Freibeträge!
●    Automatische Steuerentlastung für alle!

Schluss mit Kalter Progression!

Die Kalte Progression muss weg. Daran führt laut AK-Präsident Hubert Hämmerle kein Weg vorbei.

Kalte Progression muss weg!

AK-Präsident Hämmerle fordert Regierung auf, endlich zu handeln

Koalition steckt bei der kalten Progression fest

Eigentlich wollen alle die versteckte Steuererhöhung abschaffen. Die Frage ist nur: wie?

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