1.10.2015
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Asylwerber in Vorarlberg: Die Zahlen und Fakten zum Thema

Zahl der Asylwerber © AK, AK

Flüchtlinge sind das alles beherrschende Thema dieser Tage – die AK hat die Fakten zusammengetragen und das Programm „Talent-Scout“ beschlossen, das junge Asylberechtigte gezielt zum Arbeitsmarkt führt.

ASYL.

Viel wird über Asylwerber gesprochen. Um die Diskussion zu versachlichen, hat die AK die aktuellen Fakten zusammengetragen. Im Projekt „Talent-Scout“ werden in Vorarlberg ab 2016 jugendliche Asylwerber und Asylberechtigte bis 30 Jahre gezielt an den Arbeitsmarkt herangeführt. Das hat der AK-Vorstand einstimmig beschlossen.

Quartiere © AK, AK

QUARTIERE.

Wo kommen die Menschen unter? Das Land sucht ständig Quartiere. Im Augenblick sind die Asylwerber so untergebracht.

WER BETREUT ASYLWERBER?

2004 wurde zwischen Bund und Bundesländern die „Grundversorgungsvereinbarung“ geschlossen. Sie sieht vor, dass die Vertragsteilnehmer die Betreuung und Versorgung der hilfs-  und schutzbedürftigen Fremden partnerschaftlich bewältigen. 60 Prozent der Kosten trägt der Bund, 40 Prozent das jeweilige Bundesland.
Der Bund ist für die Erstversorgung sowie die Prüfung und Zulassung des Asylantrages zuständig. In Vorarlberg betreuen die Caritas und die Firma ORS Services GmbH die hier untergebrachten Asylsuchenden.

DIE GRUNDLAGEN.

Die österreichische Gesetzeslage für das Asylrecht bilden zwei völkerrechtliche Verträge: die Genfer Flüchtlingskonvention und die Europäische Menschenrechtskonvention.

  • Genfer Flüchtlingskonvention: Um die Lage der Flüchtlinge des Zweiten Weltkriegs in Europa rechtlich zu regeln, wurde 1951 das „Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge“ verabschiedet. Damals waren bis zu 30 Millionen Menschen in Bewegung. Beim Flüchtlingsschutz stellt dieses völkerrechtliche Abkommen das wichtigste internationale Instrument dar. Das Abkommen wurde später ausgeweitet: zeitlich auf Geschehnisse nach 1951 und geografisch auf Flüchtlinge außerhalb Europas. 147 Staaten haben unterzeichnet, auch Österreich. Das Abkommen garantiert Flüchtlingen ein Minimum an Rechten in dem Staat, in dem sie Schutz suchen. Mehr Infos unter www.unhcr.at/mandat/genfer-fluechtlingskonvention.html

  • Europäische Menschenrechtskonvention: Der Europarat hat 1953 die Europäische Menschenrechtskonvention unter dem Eindruck der Gräuel des Zweiten Weltkriegs verabschiedet. Heute ist sie das wichtigste europäische Dokument zum Schutz der Menschenrechte. Zahlreiche Bestimmungen sind für das Asylrecht von besonderer Bedeutung. Mehr Infos unter http://echr.coe.int/Documents/Convention_DEU.pdf
Geld für Flüchtlinge © AK, AK

DAS GELD.

Für heftige Diskussionen sorgt immer wieder die Frage, wie viel Geld ein Asylwerber in Österreich wohl erhält. So viel ist es wirklich.

ZUKUNFTSAUSSICHTEN.

In Summe werden in Österreich für das  Jahr 2015 insgesamt zwischen 90.000 und 100.000 Flüchtlinge erwartet; ein Ende ist derzeit nicht absehbar. Für Vorarlberg bedeutet das rund 3500 Asylwerber in der Grundversorgung. „Im Augenblick kommen in der Hauptsache Familien und kaum noch einzelne Männer“, sagt Flüchtlingskoordinatorin Sonja Troger vom Land Vorarlberg. Das hat Folgen für die Quartiersuche. Denn die Unterbringung von Familien „ist in den Großquartieren praktisch undenkbar“.

WER DARF ARBEITEN?

Asylwerber erhalten derzeit (nur in Vorarlberg) bereits ab dem Zeitpunkt der Aufnahme in die Grundversorgung Deutschkurse. Die Zulassung zum österreichischen Arbeitsmarkt ist klar geregelt.

Siehe dazu: Daten, Zahlen, Fakten zum Asylthema

 

Testfall Solidargemeinschaft

In der Flüchtlingskrise steht die EU seit Monaten als Solidargemeinschaft auf dem Prüfstand.

Daten, Zahlen, Fakten zum Asylthema

Viel wird derzeit über das Thema Asyl und Flüchtlinge gesprochen. Wir haben die wichtigsten Bestimmungen übersichtlich zusammengefasst.

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