21.10.2008
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Lehre mit Matura in Vorarlberg

„Mit der Berufsreifeprüfung während der Lehrzeit, eröffnen sich sowohl für die Lehrlinge als auch für die Betriebe eine Menge an Vorteilen. Die Auszubildenden erlangen neben dem praktischen und theoretischen Fachwissen auch eine allgemeine, höhere schulische Ausbildung und die Unternehmen profitieren von bestens geschulten Mitarbeiter/innen, die in einem breiten Arbeitsbereich einsetzbar sind. Ich freue mich sehr, dass unsere Forderung Gehör gefunden hat und durchgesetzt werden konnte“, betont AK-Präsident Hubert Hämmerle.

Ziel erreicht

Das neue Vorarlberger Lehrlingsmodell bietet Lehrlingen und Unternehmen neue Chancen. Es integriert die Vorbereitung auf die Matura bereits in die Lehrausbildung und bietet Lehrlingen die Möglichkeit, in einem Zeitraum von fünf bis sechs Jahren sowohl die Lehre als auch die Matura abzuschließen. „Ich bin häufig in den Vorarlberger Lehrbetrieben unterwegs und habe einen guten Überblick, was die Motivation sowie die Herausforderungen im Lehrlingsalltag anbelangen. Aus diesem Grund freue ich mich sehr, dass die heimische Wirtschaft auf Fachkräfte setzt, die über den Tellerrand sehen und bestmöglich ausgebildet werden“, so Hubert Hämmerle.

Kostenloses Angebot

Die Verbindung von Lehre und Matura ermöglicht den Lehrlingen ein breites Spektrum an beruflichen Perspektiven. Die Jugendlichen werden in den Vorbereitungskursen kompetent unterstützt und begleitet. Dabei kommt eine kombinierte Unterrichtsform von Tages- und Abendkursen zum Einsatz. Die Vorbereitungskurse sind durch bestehende Förderungen für die Lehrlinge völlig kostenlos. Mit dem neuen Vorarlberger Lehrlingsmodell nimmt das Land Vorarlberg an einem Förderprogramm des Bundes teil, welches darauf ausgerichtet ist, die Lehre für Jugendliche noch attraktiver zu machen und deren Potenziale optimal zu fördern.
„Qualifizierte Arbeitnehmer/innen sind nicht nur eine Bereicherung für die Unternehmen, sondern auch für die gesamte Region bzw. das Land“, betont Hubert Hämmerle.

Lehre: Keine Sackgasse, sondern Karrierebaustein

In einer Zeit, in der Arbeitsaufgaben immer komplexer und Zeitvorgaben immer knapper werden, ändert sich natürlich auch der Bildungsanspruch, der an die einzelnen Arbeitnehmer/innen gestellt wird. „Insbesondere die immer höhere Durchlässigkeit des Bildungssystems kommt jedem weiterbildungswilligen Arbeitnehmer entgegen,“ so AK-Präsident Hubert Hämmerle. „Musste man sich in der Vergangenheit noch sehr früh für eine dieser Optionen entscheiden, kann man künftig gezielt an beidem arbeiten: Lehrabschluss und Matura.“ Dies bewirke eine deutliche Aufwertung der dualen Ausbildung. Nicht vergessen werden dürfe jedoch eine umfangreiche Berufsorientierung in den unteren Schulstufen, denn nur wer Eignungen, Neigungen und Talente richtig einzuschätzen im Stande ist, kann auch den für sich richtigen Weg wählen, präzisiert Hämmerle.

Gerade in hoch qualifizierten Bereichen, in denen ein Studium eine wichtige Grundvoraussetzung darstellt, kommt die gesammelte Praxis den Bewerbern zugute. Wer beispielsweise ein Bauteil nicht nur von Plänen kennt, sondern auch weiß wie bestimmte Ergebnisse mechanisch erzielt werden, ist gegenüber Theoretikern deutlich im Vorteil. „Den Trumpf Matura kann jede und jeder Arbeitnehmer/in ausspielen, wenn genügend Durchhaltevermögen, Konsequenz, Lernwille und Motivation vorhanden sind“, so der AK-Präsident, der selbst den ersten Vorbereitungslehrgang zur Berufsreifeprüfung absolviert hat.

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