17.09.2008
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Kinderwunsch oftmals zweite Priorität

Gesellschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen zur Vereinbarung von Kind und Karriere müssen geschaffen werden


„Wer Kinder will, muss Frauen im Beruf fördern“, so die Antwort von AK-Präsident Hämmerle auf das zunehmende demographische Ungleichgewicht. Eine kinderfreundliche Gesellschaft kann nur durch mehr Kinderbetreuungsangebote und verbesserte rechtliche Absicherungen geschaffen werden. Jede Mutter soll so durch flexible Regelungen selbst entscheiden können, wann sie ins Berufsleben zurückkehren möchte.

Während Frauen oftmals aus dem Beruf aussteigen, um sich um die Kinder zu kümmern, können Männer, unabhängig von der Familienkonstellation, fast immer vollzeiterwerbstätig ihre Karriere verfolgen. Der vorübergehende Berufsausstieg durch Karenz bedeutet in vielen Fällen auch einen beruflichen Abstieg. Die oft schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf kann in Teilzeitarbeit und atypischen Beschäftigungsverhältnissen münden, was sich negativ auf Karrierechancen und Einkommen auswirkt. AK-Präsident Hämmerle unterstreicht deshalb, dass Rahmenbedingungen zur Vereinbarung von Kindern und Beruf geschaffen werden müssen.

Kinderbetreuung

Flexiblere und damit bessere Kinderbetreuungsangebote als auch eine stärkere Förderung für junge Familien und pensionsversicherungsrechtliche Änderungen sind notwendig für eine kinderfreundliche Gesellschaft. Nur so kann durch mehr Nachwuchs eine Vorsorge gegen ein demographisches Ungleichgewicht in Zukunft getroffen werden. AK-Präsident Hämmerle konkretisiert: „Für Zeiten der Kindererziehung sollen die halben Pensionsbeiträge jenes Partners, der erwerbstätig bleibt, auf das Pensionskonto des betreuenden Partners geleistet werden. Dies unabhängig davon, ob das Paar verheiratet ist oder nicht.“

Im Bereich des Kinderbetreuungsgeldes wurden bereits zwei neue Bezugsvarianten eingeführt, welche mehr Flexibilität und Anpassung an die Bedürfnisse der Eltern mit sich brachten. Frauen können beispielsweise durch ein höheres monatliches Kinderbetreuungsgeld früher wieder in den Beruf einsteigen und Männern wird eine Beteiligung an der Kindererziehung erleichtert. So wird ein flexibleres Umfeld geschaffen, damit Frauen selbst entscheiden können, wann sie ins Berufsleben zurückkehren möchten. Trotz dieser positiven Änderung gibt es noch eine Reihe unübersichtlicher Regelungen, wie die arbeitsrechtliche Unterscheidung zwischen Karenz und Kinderbetreuungsgeldbezug, welche eindeutigere Gesetzeslagen erfordern.

Anlaufstelle bei arbeits- sozial- oder steuerrechtlichen Fragen zu den Bereichen Berufstätigkeit/Mutterschaft/Karenz ist das Büro für Familien- und Frauenfragen der AK Vorarlberg.

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