Euroscheine © eyetronic, stock.adobe.com
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Weil jeder Euro zählt: Zeit fürs Steuersparen!

In vielen Fällen erhält man mit der Arbeitnehmerveranlagung einen Teil der bezahlten Steuer zurück. Es gibt z. B. Begünstigungen für Familien und für Alleinerziehende oder bei einer Behinderung.

Niemand zahlt gerne Steuern. Deshalb zählt für den Einzelnen jeder Euro. Die AK Vorarlberg führt auch 2019 wieder die Steuerspartage durch – alle Termine sind jedoch bereits ausgebucht. Für alle, die dieses Angebot versäumt haben, fasst die AKtion die wichtigsten Informationen kompakt zusammen, die Sie fürs Steuersparen brauchen. 

Schritt 1

Wer kann und wer muss eigentlich die Arbeitnehmerveranlagung beantragen?

Generell wird zwischen der Pflichtveranlagung und der Antragsveranlagung unterschieden. Die Pflichtveranlagung ist, wie der Name schon sagt, ein Muss. Dazu gibt es verschiedene Voraussetzungen, wie zum Beispiel, dass Sie im Kalenderjahr zwei oder mehrere einander überschneidende lohnsteuerpflichtige Einkünfte (Arbeitgeberwechsel) hatten. Die genauen Bestimmungen finden Sie übersichtlich in der AK-Broschüre "Steuer sparen".

Die Antragsveranlagung ist dagegen freiwillig. Viele Arbeitnehmer können sich durch die freiwillige Arbeitnehmerveranlagung (ANV) über eine Steuergutschrift freuen. Trifft zum Beispiel einer der folgenden Punkte auf Sie zu? Dann empfiehlt die Arbeiterkammer, eine Arbeitnehmerveranlagung zu machen:

  • Sie haben Kinder
  • Sie sind alleinverdienend oder alleinerziehend.
  • Sie hatten Sonderausgaben, Werbungskosten oder außergewöhnliche Belastungen.
  • Von Ihrem Gehalt wurden zwar Sozialversicherungsbeiträge abgezogen, aber keine Lohnsteuer.
  • Sie hatten während des Kalenderjahres schwankende Bezüge oder eine Verdienstunterbrechung,  zum Beispiel durch eine Elternkarenz oder ein Ferialpraktikum.

Schritt 2

Papier oder Online

Sie haben zwei Möglichkeiten, Ihre ANV einzureichen

  • In Papierform bei Ihrem Finanzamt, dort bekommen Sie auch die notwendigen Formulare. 
  • Die Arbeiterkammer empfiehlt die elektronische Variante im FinanzOnline-Portal. Sie ist bequemer, sicher, und im Regelfall geht die Bearbeitung schneller. 
     ▸ finanzonline.bmf.gv.at

Schritt 3

Die Formulare

Nachdem Sie sich auf dem FinanzOnline-Portal registriert haben, können Sie die Formulare direkt ­online ausfüllen. Das Basisformular ist L 1, je nach Situation können auch weitere Formulare für Sie relevant sein.

Die Steuerformulare

Folgende Formulare gibt es:

  •  L 1: Formular für die Arbeitnehmerveranlagung
  • L 1k: zusätzliches Formular für Eltern
  • L 1ab: zusätzliches Formular für außergewöhnliche Belastungen, z. B. bei Behinderungen
  • L 1i: zusätzliches Formular für Einkünfte ohne Lohnsteuerabzug, z. B. für Personen mit Auslandsbezügen
  • L 1d: zusätzliches Formular zur besonderen Berücksichtigung von Sonderausgaben

Schritt 4

Bei der Arbeitnehmerveranlagung gibt es ein paar Dinge zu beachten. Doch es lohnt sich. Denn je nach Lebenssituation können Sie bestimmte Begünstigungen berücksichtigen lassen, wie Sonderausgaben, Werbungskosten und außergewöhnliche Belastungen. Was diese Begriffe in der Praxis bedeuten, wird in der Steuersparbroschüre der AK Vorarlberg verständlich erklärt. Dort finden Sie auch alle wichtigen Informationen zu Negativsteuer, Absetzbeträgen, und was es mit dem Freibetragsbescheid auf sich hat.

Hinweis

Verschenken Sie kein Geld!
Sie haben fünf Jahre Zeit, Ihre ANV einzureichen. Doch warum so lange warten und womöglich dem Finanzminister Geld schenken … 


Steuer sparen

Alles zur Arbeitnehmer­veranlagung für das Jahr 2018

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Telefon +43 50 258 3100
oder 05522 306 3100
E-Mail steuerrecht@ak-vorarlberg.at

Unsere Kontaktzeiten sind
von Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 und 13 bis 16 Uhr sowie 
am Freitag von 8 bis 12 Uhr

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