Neue Betrugsmasche: Geld und Zimmer weg

Eine Online-Buchungsplattform storniert kurz vor der Anreise das Zimmer von Kunden. Diese stehen dann mit einer wertlosen Reservierung an der Rezeption.

Damit war wirklich nicht zu rechnen. Ein Vorarlberger Paar wollte sich ein schönes Wochenende in Wien machen. Über die Vermittlungsplattform Trivago fanden die beiden ein preisgünstiges Angebot für ein komfortables Doppelzimmer bei einer bekannten Hotelkette. Das Paar buchte, bezahlte per Kreditkarte – und fiel bei der Ankunft im Hotel aus allen Wolken. „Tut uns leid, aber das Zimmer wurde storniert …“

Trivago war nur Vermittler

Das Hotel konnte das anhand einer E-Mail nachweisen. Doch der Reihe nach, um das betrügerische System zu verstehen. Michael Natter*) hatte auf Trivago
nach einem Hotel gesucht. Trivago ist eine beliebte Plattform für Preisvergleiche, bei der nicht gebucht wird – Trivago tritt nur als Vermittler auf, der Kunde bucht im nächsten Schritt beim ausgewählten Anbieter. Das war in diesem Fall die Buchungsagentur hotelquickly.com in Thailand. Die Buchung wurde bestätigt und der Preis arglos per Kreditkarte bezahlt. Die spätere Stornierung wurde per E-Mail von einer gta-travel.com in Hongkong veranlasst. Berichte von zahlreichen anderen Geschädigten zeigen, dass Stornierungen zum letzten Termin erfolgen, an dem sie kostenlos sind. 

Reklamationen laufen ins Leere

Weder sah das Hotel das Geld, noch waren Reklamationen erfolgreich. Die Antworten kamen in standardisierter Form, offenbar von einem Computer generiert. Zwar wurde eine Rückerstattung angeboten, die dann aus unterschiedlichen Gründen „technisch“ plötzlich nicht mehr möglich gewesen sein sollte, oder eine Gutschrift für eine nächste Buchung. „Sehr wahrscheinlich ist das Geld verloren“, bedauert AK-Konsumentenberaterin Mag. Renate Burtscher: „Der Fall zeigt, dass man auch auf an sich vertrauenswürdigen Seiten wie Trivago jedes Angebot hinterfragen sollte: Um wen handelt es sich beim Anbieter, gibt es eine Anschrift, gibt es Erfahrungsberichte anderer Kunden?“

Die Buchungsseite von www.hotelquick­ly.com ist nicht mehr aktiv. Der Dienst sei eingestellt, heißt es dort. Es ist allerdings zu befürchten, dass die neue Betrugsmasche rasch Nachahmer findet. 

Prüfen Sie, bei wem Sie buchen: Suchen Sie im Internet nach Erfahrungsberichten anderer Touristen. 

Mag. Renate Burtscher

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