28.6.2018
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Ab Juli besserer Schutz bei Pauschalreisen

Tourismusberater haben eine einfache, aber unmissverständliche Botschaft für ihre Klientel: „Ab Juli wird es ernst!“. Es geht um das neue Pauschalreisegesetz, das mit 1. Juli in Kraft tritt und den Konsumenten mehr Rechte zugesteht. Die Novelle soll Konsumenten besser schützen, wenn etwas schiefgeht oder der Reiseveranstalter gar pleitegeht.

Die neue Gesetzeslage greift nun auch bei Angeboten, die bisher nicht unter den Begriff Pauschalreise fielen. Zum Beispiel „Packages“ von Hotels, die etwa geführte Wanderungen, Skiliftkarten, Veranstaltungstickets oder Wellnessbehandlungen umfassen. Schlüssel ist der Wert der vorab dazugebuchten „sonstigen touristischen Leistung“: Sobald er 25 Prozent des Gesamtbuchungswertes übersteigt, wird in diesem Beispiel der Hotelier zum Pauschalreiseanbieter. Das hat Konsequenzen.

Gegen Insolvenz abgesichert 

Damit seine Kunden besser abgesichert sind, muss er für den Fall des Falles für Buchungen ab dem 1. Juli 2018 für eine eigene Insolvenzabsicherung sorgen. Ergänzende Buchungen, die bei einem Beherbergungsbetrieb vor Ort vorgenommen werden, also zum Beispiel spontan im Urlaub, sind von dieser Regelung nicht betroffen. 

Größere Informationspflichten

Das Recht auf das Erbringen der versprochenen Leistungen bzw. auf eine Entschädigung wird gestärkt. Die neue Rechtslage, die den Anbietern von Reiseleistungen auch wesentlich umfangreichere vorvertragliche Informationspflichten gegenüber dem Kunden abverlangt als bisher, gilt freilich in erster Linie für Reiseveranstalter und Reisebüros. Dem Konsumenten müssen bis hin zu Rücktrittsrechten alle relevanten Informationen aufgelistet werden. Grundlage ist die EU-Pauschalreiserichtlinie 2015, die mit Juli von allen Mitgliedsländern umgesetzt werden muss. Sie soll Unterschiede in der nationalen Gesetzgebung der Mitgliedsstaaten vermeiden.

Eigene Mixturen ausgenommen

Das Pauschalreisegesetz umfasst jedoch nicht Reisebausteine, die Kunden, etwa online bei verschiedenen Anbietern, individuell zusammenstellen.


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