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Fake-Shops im Netz: Zuerst nachdenken, dann kaufen!

Gefälschte Internet-Verkaufsplattformen sehen oft täuschend echt aus und locken mit vermeintlich günstigen Angeboten. Immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten schildern den AK-Konsumentenschützern, dass sie minderwertige Ware oder trotz Vorauszahlung gar keine Lieferung erhalten haben.

Die Durchsetzung von Konsumentenrechten ist gegenüber diesen Betrügern meist unmöglich. Umso wichtiger ist es, erst gar nicht darauf herein zu fallen. Die AK-Konsumentenschützer haben Tipps zusammengestellt, damit Sie keinem Fake-Shop auf den Leim gehen.

Vollständiges Impressum ist Pflicht

Jede kommerzielle Webseite hat verpflichtend ein Impressum zu führen, in dem neben dem Namen des Unternehmers auch seine Anschrift, seine E-Mail Adresse und eine Telefon- oder Telefaxnummer anzugeben sind.

Die Angabe eines Impressums ist zwar Pflicht, kann natürlich aber auch gefälscht werden. Ist keine normale Adresse des Unternehmens sondern nur ein Postfach angegeben oder finden sich viele Rechtschreib- und Grammatikfehler auf der Homepage, ist Vorsicht geboten.

Achtung

Dass die betreffende Homepage eine .AT Domain hat und/oder der Händler seine Waren über seriöse Plattformen wie den Amazon-Marketplace anbietet, sind noch keine Garantie für einen sicheren Einkauf.

Auch im Netz gibt es nichts gratis

Vergleichen Sie vor dem Kauf auch die Preise mit anderen Händlern, etwa über Vergleichsportale im Internet wie www.idealo.at oder www.geizhals.at. Liegt der Preis im betreffenden Shop um mehr als ein Drittel unter dem vergleichbarer Händler, sollten Sie skeptisch werden.

Zuerst die Ware, dann das Geld!

Vorsicht ist geboten wenn der Händler als Zahlungsmethoden nur Vorkasse oder anonyme Zahlungsmethoden anbietet und/oder die angegebene Bankverbindung wie ein Privatkonto wirkt. Auch von Bargeld-Überweisungen ist in diesem Zusammenhang dringend abzuraten.

TIPP

Am sichersten ist die Bezahlung nach Erhalt einer Rechnung oder die Erteilung einer Einzugsermächtigung.

Nur anerkannte Gütesiegel haben Aussagekraft

Geprüfte Shops mit anerkannten Gütesiegeln wie  etwa dem „Trusted Shops“-Siegel oder dem europaweit anerkannten E-commerce Gütesiegel ist der Vorzug zu geben. 

Achtung

Auch diese können gefälscht sein. Durch Klick auf das Gütesiegel muss man bei seriösen Seiten direkt auf die Seite des Gütesiegelbetreibers weitergeleitet werden, auf der dann auch konkret Bezug zum betreffenden Online-Händler genommen werden muss.

Kundenbewertungen und Watchlists helfen

Bei Ihnen völlig unbekannten Online-Shops können Sie auch die Kundenbewertungen zur Orientierung heranziehen. Bedenken Sie jedoch, dass auch diese nicht echt sein können.

Jedenfalls hilfreich sind Listen mit bereits bekannten Fake-Shops, wie Sie vom Internet Ombudsmann unter https://www.watchlist-internet.at/fake-shops/liste-betruegerischer-online-shops/ geführt werden. 

Shops aus Österreich oder EU bevorzugen

Auch bei seriösen Anbietern außerhalb der EU ist es oft schwieriger zu seinem Recht zu kommen. Kaufen Sie deshalb bevorzugt in Online-Shops aus Österreich oder der EU.

Sie sind schon auf einen Fake-Shop hereingefallen?

  • Erhalten Sie nach Abschluss der Bestellung die Ware nicht zum vereinbarten Zeitpunkt und reagiert der Verkäufer plötzlich nicht mehr auf Kontaktversuche, besteht das Risiko auf einen Betrüger hereingefallen zu sein.

  • Beim Kauf im Fernabsatz haben Sie das Recht binnen 14 Tagen nach Erhalt der Ware ohne Angabe von Gründen vom Vertrag zurückzutreten. Erhalten Sie vom Händler die Ware nicht am vereinbarten Termin, haben Sie auch das Recht nach Setzung einer angemessenen Nachfrist vom Vertrag zurückzutreten und brauchen keine Zahlungen zu leisten.

  • Haben Sie bereits im Voraus bezahlt, stehen die Chancen nur bei Kreditkartenzahlung und Einziehungsermächtigung gut, das Geld über die Bank bzw. die Kreditkartenfirma zurück zu holen.

  • Wusste der Händler bereits bei der Bestellung, dass er nicht liefern wird, handelt es sich um einen Betrug, den Sie bei jeder Polizeidienststelle zur Anzeige bringen können.

Ein­kau­fen im In­ter­net

Shop­ping im Web lockt mit bil­li­gen An­ge­bo­ten. Doch nicht alle An­bie­ter sind seriös.

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