30.5.2014
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Betrüger im Netz – Das sind ihre beliebtesten Maschen

Für Betrüger ist das Internet ein wahres Schlaraffenland. Immer wieder melden sich geschädigte Konsumenten bei der AK Vorarlberg, die bei Online-Geschäften übers Ohr gehauen wurden. Dr. Karin Hinteregger, Leiterin der AK-Konsumentenberatung, beschreibt hier die zwei häufigsten Vorgehensweisen. 

Immer wieder wenden sich Personen an die Konsumentenberatung, welche über das Internet verschiedenste Gegenstände – angefangen von Handy über Musikinstrumente, Bilder, Autos und Vieles mehr – verkaufen wollten und übers Ohr gehauen wurden. Die Betroffenen wurden jeweils von einem ausländischen Käufer kontaktiert, der immenses Interesse an den angebotenen Gegenständen hatte. Der Kaufpreis spielte quasi keine Rolle. „Die Scheckbetrüger erfanden ein Geschichtchen, weshalb sie per Scheck bezahlen mussten“, erläutert die Konsumentenberaterin. „Dem Verkäufer wurde suggeriert, dass er einen Scheck erhalten werde, welcher den Kaufpreis bei Weitem übersteigt. Er sollte schließlich diesen Scheck einlösen und nach Gutschrift auf seinem Konto dann auch noch den Spediteur bezahlen.“ 

Keine Schecks annehmen

Manche der Geschädigten haben diese Schecks bei ihrer Hausbank eingelöst. Dass dieser Eingang auf das Konto nur unter Vorbehalt erfolgte, war den Konsumenten zu der Zeit aber nicht bewusst. Außerdem wurde gutmütig Geld an den vermeintlichen Spediteur überwiesen. „Wochen später platzte der Scheck und die Konsumenten hatten noch Glück, wenn sie die verkaufte Ware noch bei sich hatten, weil sie dann wenigstens nur um den an den vermeintlichen Spediteur überwiesenen Betrag betrogen worden waren“, berichtet die Rechtsexpertin. 

Die Konsumentenberaterin warnt eindrücklichst, sich auf solche Geschäfte einzulassen: „Nehmen Sie keine Schecks an! Lehnen Sie dies von vornherein – auch wenn der vermeintliche Käufer noch so eine gute Begründung dafür hat – schlichtweg ab.“ 

Der Treuhandbetrug

Der vermeintliche Verkäufer gibt meist einen Wohnsitz im Ausland an. Es handelt sich immer um attraktive Angebote, zum Beispiel besonders günstige Autos oder Motorräder. Der Betrüger wiegt sein Opfer in Sicherheit, wie Karin Hinteregger erläutert: „Der Verkäufer schlägt vor, das Geschäft über ein angeblich neutrales Speditions- beziehungsweise Logistikunternehmen abwickeln zu lassen. 

Dieses soll sowohl den Transport der Ware übernehmen als auch als Treuhänder dienen. Doch diese Unternehmen existieren in Wirklichkeit nicht, haben aber sehr oft professionell ausgestattete Websites, die die Bedenken der potentiellen Käufer zerstreuen sollen.“ Der Verkäufer verspricht, die Ware an das Speditionsunternehmen zu übergeben, sobald dieses mitteilt, dass der Kaufpreis oder eine Anzahlung bei ihm eingelangt ist. Danach soll die Ware versendet werden. 

„Das überwiesene Geld fließt direkt an den betrügerischen Verkäufer, der sich hinter der falschen Spedition verbirgt“, weiß die Konsumentenberaterin. Die erhoffte Ware erhalten die betrogenen Käufer nie. 

Der Vorkasse Trick

„Auch bei dieser Betrugsmasche befinden sich die Verkäufer im Ausland und ersuchen um Vorabüberweisung bei Western Union, internationaler Überweisung beziehungsweise auch Postanweisungen oder in letzter Zeit vermehrt auch Paysafe-Cards. Die Angebote sind immer auffallend günstig – sehr oft Elektronikartikel oder Gebrauchtwaren“, erzählt die Rechtsexpertin. Nach Überweisung erfolgt eine Hinhaltetaktik, weshalb die Ware noch nicht eingelangt ist. Nach einigen Wochen reagiert der Verkäufer nicht mehr. 

„In beiden Fällen bleibt lediglich die Anzeige bei der Polizei. Das Geld ist wohl unwiederbringlich verloren“, so Hinteregger.

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