16.1.2014
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Ein Smartphone für’s Kind – das sollten Sie als Eltern beachten

Die Zahl der Jugendlichen, die ein eigenes Smartphone besitzen, ist in den vergangenen Jahren explosionsartig gestiegen. Insbesondere zu Weihnachten wünschen sie sich häufig moderne Handys. Die Aktionsangebote der Betreiber kommen da gerade recht. Doch gibt es einiges zu beachten.  

All jenen Eltern oder Erziehungsberechtigten, die ihren Kindern ein eigenes Smartphone mit Vertrag gönnen, empfiehlt Konsumentenberaterin Leichte ein paar Vorkehrungsmaßnahmen zu treffen, um unnötige Kostenfallen zu vermeiden.   

Kostenlose Papierrechnung verlangen

Bei den meisten Vertragsabschlüssen wird heute eine „Online-Rechnung“ vereinbart. Dies bedeutet, dass die Handynutzer meist eine SMS oder ein E-Mail mit dem monatlichen Rechnungsbetrag erhalten und dadurch erkennen, dass ihre aktuelle Monatsrechnung auf der jeweiligen Internetseite des Netzbetreibers abrufbar ist. „Tatsächlich kontrollieren aber nur wenige die Rechnungen online. Probleme auf Rechnungen fallen insbesondere bei Online-Rechnungen häufig erst viel zu spät auf“, weiß Leichte. Auf eine kostenlose Papierrechnung umzustellen, ist somit der einfachste Schritt eine Kontrolle der Rechnung zu gewährleisten.

Mehrwert- und Bezahldienste sperren 

Für Telefonate zu Rufnummern, die mit 09XX beginnen, dürfen beispielsweise maximal 3,64 Euro pro Minute oder 10 Euro pro Event verrechnet werden. Für ein zehnminütiges Gespräch mit einer solchen Hotline können demnach bis zu 36,40 Euro anfallen. Da die meisten Eltern mit derartigen Kosten nicht einverstanden sind, empfiehlt die AK Vorarlberg den Vertragsinhabern sicherheitshalber, von vornherein alle kostenpflichtigen Dienste, Rufnummern und Zahlfunktionen zu sperren.

Paybox kündigen

Eine weitere Kostenfalle für Jugendliche kann die Paybox werden. Sie ist bei den meisten Netzanbietern Vertragsbestandteil. Die Funktion ermöglicht das Bezahlen mit dem Handy – konkret also über die Handyrechnung. Die Liste von Shops und Automaten, mit denen mittels Paybox-Funktion bezahlt werden kann, ist lang. Vom Zigarettenautomaten über Hartlauer bis zum BIPA kann mittels Paybox vielerorts eingekauft werden. Auch hier können Eltern auf ein unnötiges Kostenrisiko verzichten, indem Sie den Vertrag mit der Firma Paybox kündigen.

Kundenkennwort für sich behalten

Zwei wesentliche Errungenschaften schützen zumindest teilweise vor Horrorrechnungen. Sowohl für das Überschreiten des Datenvolumens im Inland als auch im Ausland gibt es in Österreich zwei Verordnungen, die bei zusätzlichen Kosten fürs Internet in der Höhe von 50 Euro netto eine Sperre einrichten. „Gefährlich ist jedoch, dass diese Sperre durch einfaches Bestätigen aufgehoben werden kann“, warnt die Konsumentenberaterin. Voraussetzung dafür ist, dass man sich mittels Kundenkennwort verifiziert und bestätigt, dass man trotz Erreichen von 50 Euro netto kostenpflichtig weitersurfen möchte. Nicht selten erhalten sowohl Jugendliche als auch Erwachsene deshalb nach wie vor horrende Rechnungen für die Internetnutzung im In- und/oder Ausland, da sie die Folgen des Verzichts auf das Kostenlimit schlichtweg nicht abschätzen können. Achtung! Es existieren keine gesetzlichen Kostenobergrenzen der Rechnungsbeträge für Telefonie oder SMS. Weder im Inland noch im Ausland. Regelmäßiges Überprüfen der Freieinheiten ist deshalb unumgänglich.

Ausländische Netze sperren

Telefonieren, SMS schreiben und im Internet surfen kosten im Ausland ein Vielfaches im Vergleich zu den inländischen Tarifen. Gerade in Vorarlberg geraten Konsumenten immer wieder unabsichtlich ins Schweizer oder ins deutsche Mobilfunknetz. Für Eltern von Minderjährigen mit Handys empfiehlt sich daher, die Einwahl in ausländische Handynetzte zu sperren.

SMS-Empfangsbestätigungen ausschalten

In vielen Geräten ist es technisch möglich, sogenannte SMS Empfangsbestätigungen zu aktivieren. Sie bestätigen, wie der Name schon sagt, den Empfang einer gesendeten SMS und zwar mittels einer weiteren SMS. Diese SMS-Bestätigungen sind kostenpflichtig. Das heißt, sie werden entweder vom Kontingent der Freieinheiten abgezogen oder zusätzlich verrechnet. Sie lassen sich im Handy ein und ausschalten. „Am besten machen Sie Ihre Kinder darauf aufmerksam und prüfen ob die Einstellung ausgeschaltet ist“, rät Leichte. 

Risiken bei Apps

Abzocke, Da­ten­klau, Viren: Was mit Apps alles schief laufen kann. Und wie man sich davor schützt.

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