16.5.2014
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Sicherheitspaket via SMS aufgedrängt

Die Mobilfunkanbieter tele-ring und T-Mobile versuchen derzeit ihren Kunden ungewünscht ein kostenpflichtiges Sicherheitspaket aufzudrücken. In den Augen der Konsumentenschützer missachten die Unternehmen damit ein Urteil des Obersten Gerichtshofs. Die AK Vorarlberg beauftragte daher den Verein für Konsumenteninformation (VKI) eine Exekution zu beantragen.  

Der angebotene Service soll die Konsumenten vor Viren am Smartphone, Betrugsseiten oder anderen Gefahren im mobilen Internet schützen. „Die Art und Weise, wie die Mobilfunkunternehmen diesen Internetschutz „anbieten“, ist unserer Ansicht nach nicht rechtens“, ärgert sich AK-Konsumentenberater Mag. Paul Rusching.  

Die Mobilfunkkunden erhalten nämlich folgende SMS von tele.ring: „Viren am Smartphone, Betrugsseiten und andere Gefahren im mobilen Internet betreffen dich ... NICHT! Mit dem tele.ring Internetschutz fürs Handy bleibst du ab jetzt auf der sicheren Seite. Ab heute testest du den tele.ring Internetschutz bis 30.06. gratis (danach EUR 1,90/Monat). Willst du ohne Schutz weitersurfen: einfach mit STOP antworten Infos: www.telering.at/schutz.“ Auch T-Mobile-Kunden erhalten Mitteilungen mit ähnlichem Inhalt. 

Ärgerlich: Dem Mobilfunkkunden wird ein Service aufs Auge gedrückt, den er nicht gefordert hat. Wer den Dienst nicht nutzen möchte, muss dann noch selbst aktiv werden und das Paket mit einer SMS oder online extra abmelden. „Doch dann würde man ja, wie in der Anmeldung extra erwähnt, ohne Schutz weiter surfen. Der Konsument sieht sich also fast dazu genötigt, das Sicherheitspaket anzunehmen“, erläutert Rusching.  

Erst im vergangenen Jahr hat der Oberste Gerichtshof eine ähnliche Aktion von T-Mobile für gesetzwidrig erachtet, in der den Konsumenten via SMS kostenpflichtige Zusatzpakete aufgedrängt wurden. Für den Konsumentenberater ist die Sache eindeutig: „Unserer Ansicht nach verstoßen tele.ring sowie T-Mobile mit ihrem Vorgehen gegen diesen Urteilsspruch. Wir haben daher den VKI damit beauftragt, eine Exekution zu beantragen.“

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