26.2.2015
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„Der Bank unbedingt antworten”

Franken-Kreditnehmer bitten die AK derzeit um Hilfe. Vor allem jene, die durch sogenannte Stop-Loss-Orders Schaden erlitten haben. Denn viele Franken-Kredite wurden trotz Stop-Loss-Order erst zu einem Kurs von ca. 1 : 1 in den Euro konvertiert, wodurch beträchtliche Verluste entstanden. Die AK hat daher den VKI beauftragt, Geschädigte  in Sammel-Schlichtungsverfahren gegen die Banken zu unterstützen. Seit 11. Februar steht ein Fragebogen online. Abgesehen von einem Unkostenbeitrag von 100 Euro pro Teilnehmer wird diese Aktion von der AK finanziert.

Neben der Stop-Loss-Problematik  bilden „Minuszinsen“ eine aktuelle Facette des Problems. Fremdwährungskredite sind vertraglich an den Libor gebunden. Libor steht für „London Interbank Offered Rate“. So nennt sich der täglich festgelegte Referenzzinssatz im Interbankengeschäft, der an jedem Arbeitstag um 11 Uhr Londoner Zeit von den wichtigsten in London international tätigen Banken fixiert wird. Zu diesem Referenzzinssatz wird ein Aufschlag – die Marge der Bank – hinzugerechnet.

„Dieser Libor befindet sich derzeit im Minus“, sagt die Leiterin der AK-Konsumentenberatung, Karin Hinteregger. „Es kann daher dazu kommen, dass die Banken Minuszinsen zahlen müssen.“ Nun versuchen Banken mittels Schreiben bzw. auch Mitteilungen auf Kontoauszügen, die Zinsanpassungsklauseln so zu verändern, dass eine Untergrenze bei „0“ eingezogen wird, sodass keine Negativzinsen an die Verbraucher erfolgen sollen. Es gibt Banken, die bis zu einem Sollzinssatz von 0 Prozent die Negativzinsen weitergeben. Andere Geldinstitute wiederum vertreten die Meinung, dass ihre Marge eine fixe Größe sei und auf jeden Fall zu zahlen ist. Diese verlangen von ihren Kreditnehmern den vereinbarten Aufschlag als Mindestzinsen.

Per Einschreiben antworten

Die AK empfiehlt allen Konsumenten, auf solche Mitteilungen betreffend Negativzinsen zu reagieren und deutlich zum Ausdruck zu bringen, dass Sie damit nicht einverstanden sind. Dr. Karin Hinteregger: „Vorsichtshalber empfehlen wir, ihre Widersprüche zu Beweiszwecken per Einschreiben zu versenden.“

FAQs zu Krediten in Fremdwährungen

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Zinsan­pas­sung bei Kre­di­ten

Wie wird ein Kredit-Zinssatz gebildet? Kreditverträge mit einer variablen Verzinsung müssen eine Zinsanpassungs- oder Zinsgleitklausel enthalten.

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