2.9.2014
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Selbst angeblich "gesunde Joghurts" sind Zuckerbomben

Soviel Zucker steckt im Joghurt © AK, AK

Bis zu 23 Stück Würfelzucker verstecken sich in einem großen Becher Joghurt. Selbst Produkte, die sich mit einem Bio-Etikett ernährungsbewussten Konsumenten empfehlen, entpuppen sich zum Teil als wahre Kalorienbomben. 

Die AK Vorarlberg hat die in heimischen Supermärkten erhältlichen Joghurts und Puddings einmal genau unter die Lupe genommen. Neben klassischen Produkten wurden auch solche Erzeugnisse auf ihren Zuckergehalt untersucht, die speziell Kinder ansprechen sollen. Gerade Eltern achten
häufig auf eine gesundheitsbewusste Ernährung ihrer Kinder. Es ist trotzdem nicht immer möglich, mit den Kleinsten das Kühlregal zu passieren, ohne dass dabei ein Becher mit Kühen, Bären, Bienen oder ähnlichen Aufdrucken im Einkaufswagen landet.

Das Testergebnis war erschreckend

Alle untersuchten Kinderprodukte enthalten zwischen vier und sechs Stück Würfelzucker pro 100 Gramm. Um die Produkte vergleichbar zu machen, ist neben der Anzahl Würfelzucker pro
Becher in der Tabelle rechts auch angegeben, wie viele Würfelzucker auf 100 Gramm entfallen. Bei allen Angaben wurde kaufmännisch gerundet.

Zwei Zuckerwürfel in Minibecher

Jene, die ihren Kindern beispielsweise gleich mehrere Einheiten „Monte“ von Zott oder „Fruchtzwerge“ von Danone auf einmal gönnen, führen ihren Sprösslingen dabei beispielsweise im
Fall von drei Bechern „Monte“ gleichzeitig auch neun Stück Würfelzucker zu, bei drei Minibechern „Fruchtzwerge“ immerhin noch sechs Stück Würfelzucker. Spitzenreiter bei den getesteten Kinderprodukten ist die „Monster Backe“ von Ehrmann: Jeder einzelne 135-g-Becher enthält umgerechnet acht Stück Würfelzucker.

Aber auch jene Produkte, zu denen Erwachsene vorzugsweise greifen, schneiden im AK-Test nicht viel besser ab. Während das „Nöm Fasten Vanille Frucht Joghurt (0,1 % Fett)“ mit gerade mal drei Stück Würfelzucker pro Becher auskommen kann, sind im gleich großen Becher „Ländle Bio Vanille
Joghurt“ gleich doppelt so viele Stück Würfelzucker enthalten. Echte Joghurt-Tiger, die zum 400-g-Becher von Schärdinger greifen und sich einen „Vanille Traum“ erfüllen, oder zu 500 Gramm Erdbeer-Fruchtjoghurt von Spar greifen, verleiben sich 20 bzw. 23 Stück Würfelzucker ein.
Konsumenten, die bewusst zur Topfencreme greifen, nehmen im Fall von „S-Budget – Topfencreme Vanille“ unbesehen mit jedem 180-g-Becher satte zehn Stück Würfelzucker in Kauf. Der Schokopudding derselben Marke mit 20 Gramm mehr Inhalt hat hingegen zwei Stück Würfelzucker weniger.

Die Menge macht’s

Fazit: Alle getesteten Joghurts, Puddings und Topfencremes beinhalten zwischen zwei und sechs Stück Würfelzucker pro 100 Gramm. Gerade bei großen Bechern kommen so neben gesundem Joghurt auch große Mengen Zucker zusammen.

Zeichen-Wirrwarr bei Lebensmitteln

Ein Gütesiegel hier, eine Herkunftsbezeichnung da: In der Bro­schü­re „Pro­dukt­kenn­zeich­nung“ er­fah­ren Sie, was die Zeichen wirklich be­deu­ten.

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