25.10.2013
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Heimliche Kalorienbomben: Zu viel Zucker in Erfrischungsgetränken

„Gesunde“ Durstlöscher unter der Lupe: Die als kalorienarm beziehungsweise gemeinhin als gesund geltenden Erfrischungs- und Grüne Tee-Getränke entpuppten sich im AK-Lebensmitteltest mehrheitlich als teure zuckerhaltige Limonaden.

Eine gesunde Alternative zur Limonade sollen sie sein, die als kalorien- und zuckerarm deklarierten Erfrischungsgetränke. Mit schönklingenden Werbebotschaften wie Gesundheit, Wohlbefinden, Natürlichkeit und so weiter wird der Konsument in die Irre geführt. „Hinter den Slogans verstecken sich jedoch aufgrund des hohen Zuckergehalts wahre Kalorienbomben, die für eine gesunde Ernährung nicht wirklich förderlich sind“, warnt AKKonsumentenberaterin Sandra Leichte, BBA.

Daher hat die AK Vorarlberg mit der Diätologin des LKH Bregenz, Claudia Holzner, 24 als kalorienarm beworbene Erfrischungsgetränke sowie gemeinhin als gesund geltende Grüne Tee-Getränke getestet.

Zucker bleibt Zucker

Eine Liter Flasche Rivella Original enthält zum Beispiel umgerechnet 30 Stück Würfelzucker (1 Stück Würfelzucker entspricht 3 Gramm Zucker). Das sind 7,5 Stück in einem Glas (250 Milliliter). Zum Vergleich: Ein Glas Orangensaft ohne Zuckerzusatz enthält rund 8 Stück Würfelzucker, ein Glas Cola rund 9 Stück.

Geht es nach den Ernährungsempfehlungen für eine gesunde Ernährung, sollten Erwachsene im Durchschnitt nicht mehr als 50 bis 60 Gramm Zucker pro Tag konsumieren – umgerechnet wären das maximal 20 Stück Würfelzucker. „Leider ist es nicht immer einfach, den tatsächlichen Zuckergehalt in Lebensmitteln auszumachen“, erklärt die Konsumentenberaterin. „Der Zucker versteckt sich hinter nicht so geläufigen Bezeichnungen wie zum Beispiel Fructosesirup, Fruchtzucker, Maltose, Glucose, Glukosesirup, Dextrose, Traubenzucker und so weiter.“

Doch egal ob Frucht,- Haushalts- oder Traubenzucker – Zucker bleibt Zucker und alle liefern 4 Kalorien pro Gramm. Sandra Leichte empfiehlt den Konsumenten daher, sich nicht von Aussagen wie „ohne Zuckerzusatz“ oder „zuckerreduziert“ in die Irre führen zu lassen: „Diese Werbebotschaften sagen nichts über den tatsächlichen Zuckergehalt eines Getränkes aus. Besser ist es, immer die Zutatenliste zu lesen.“

Auch Mineralwasser zu süß

Insgesamt 10 der 24 getesteten Produkte enthalten 5 oder mehr Stück Würfelzucker pro Glas. Am wenigsten Zucker enthielt die Frankenmarkter Orange. Sie kommt bei einem Liter auf rund 0,5 Stück Würfelzucker.

Auch die mit Geschmack versetzten Mineralwassersorten sind nicht zuckerfrei. Sie enthalten 3 beziehungsweise 3,5 Stück Würfelzucker. Zu einer gesunden Ernährung gehört auch eine sinnvolle Getränkeauswahl, wie Diätologin Claudia Holzner weiß: „Getränke sollten keine Kalorienbomben sein. Zusätzlich zur großen Zuckermenge sind auch vielmals künstliche Aromen, Süßungsmittel und Konservierungsstoffe zugesetzt, auf die wir verzichten können.“ Als schmackhafte Alternative empfiehlt sie zum Beispiel einen selbstgemachten Eistee.


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