10.10.2014
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Kleines Messgerät gibt Ihnen klare Aufschlüsse

Die Experten der Arbeitsgruppe „Strom -17%“ geben den Lesern der AKtion in dieser Serie konkrete Tipps, wie sie in ihrem Haushalt ohne Komfortverlust bares Geld bei den Energiekosten sparen können. Die AK Vorarl-berg unterstützt die Initiative „Strom -17%“. Sie hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 den Stromverbrauch der Haushalte um 17 Prozent zu reduzieren.

Diplom-Ingenieur Hans-Jörg Mathis, Bereichsleiter Strom der Stadtwerke Feldkirch, stellt als  Autor des heutigen Tipps eine einfache Formel an den Beginn, erklärt, warum  die Watt-Anzahl eines elektrischen Gerätes immer relativ gesehen werden muss, und zu guter Letzt: Wie Sie kostenlos zu einem Messgerät kommen, das Stromfresser aufspürt.    

Wie Sie zuhause den Stromfressern auf die Spur kommen

Aussagekräftige Formel

Arbeit = Leistung x Zeit. Mit dieser einfachen Formel muss man sich auseinandersetzen, wenn man sich zu Hause nach den großen Stromfressern oder den kleinen Stromfressern auf die Jagd macht. Denn auch beim Strom gelten die drei Teile der Formel im besonderen Maß:

• Elektrische Arbeit, gemessen in kWh (Kilowattstunden = 1000   Watt­stunden)

• Elektrische Leistung, gemessen in W (Watt) oder kW (Kilowatt= 1000 Watt)

• Betriebsdauer, gemessen in h (Stunden)

Das Wesentliche an dieser Formel ist, dass die elektrische Leistung eines Geräts und die Betriebsdauer gleichberechtigt zur Erhöhung der Stromrechnung beitragen. Es ist also völlig egal, ob ich einen Staubsauger mit 1500 W über eine Stunde laufen lasse, mit 500 W drei Stunden die Haare föhne oder eine LED-Lampe mit 15 Watt 100 Stunden brennen lasse – es ergeben sich immer 1,5 kWh. Das bedeutet, auch kleine Verbraucher können relevante Kostentreiber sein, wenn sie entsprechend häufig oder auch dauernd am Netz hängen.  

Es hängt vom Gerätetyp ab

Ein Beispiel ist hier das Netzteil des Festnetztelefons. Pro Watt gemessener Dauerleistung kommen im Jahr etwa 1,50 Euro zusammen. Bei solchen Geräten ist also bereits beim Kauf ein Blick auf die Verbrauchswerte bares Geld. Da ein Telefonnetzteil weitaus mehr im Bereitschaftsmodus arbeitet, reicht eine kurze Messung der Leistung und man weiß, was man pro Jahr dafür berappen muss. Anders sieht das bei Geräten aus, die zwar ständig ans Netz angeschlossen sind, aber nur im Intervallbetrieb laufen. Dies ist zum Beispiel bei einem Kühlschrank oder bei Gefriergeräten der Fall. Hier empfiehlt es sich zur Verbrauchsbestimmung bei mittlerer Raumtemperatur entsprechend lange zu messen (zB. 24 Stunden). Für die Ermittlung des Verbrauchs eines Fernsehers sollte man noch länger messen, denn hier bestimmt die unterschiedliche Nutzung über den Mix aus Betriebsverbrauch und Verbrauch im Bereitschaftszustand (Standby). Das gilt ebenso für alle anderen elektrischen Geräte, deren Verbrauch stark von der Nutzung abhängt, wie andere Unterhaltungselektronik oder Kaffeeautomaten.

Für eine sichere Messung der elektrischen Energie gibt es spezielle Messgeräte, die durch einfaches Stecken zwischen Steckdose und Verbrauchsgerät rasch die gewünschten Informationen liefern. Aber auch bei diesen Geräten gibt es natürlich Preis- und Qualitätsunterschiede. Außerdem sollte man sich vor dem Kauf klar darüber sein, was man von dem Messgerät verlangt. Soll es möglichst einfach und leicht zu handhaben sein und den Verbrauch darstellen oder sollen Uhrzeit und Tarifsystem hinterlegt werden können, so dass auf dem Display am Schluss der Messung der Verbrauch in Euro steht. Je mehr Informationen man haben möchte, umso aufwändiger wird das Einpflegen der Vorinformationen ins Gerät und die Gefahr von falschen Ergebnissen. 

Messgeräte gibt es kostenlos

TIPP

Wer sich ein Verbrauchsmessgerät anschaffen möchte, der sollte dabei nicht zu knausrig sein, denn Billiggeräte liefern vielfach ungenaue Ergebnisse oder erfüllen die Sicherheitsanforderungen nicht. Aus dem Testbericht von Stiftung Warentest 6/2009 ging das Conrad Voltcraft Energy Monitor 3000 (damals ca. 40 Euro, heute ca. 70 Euro) als einziges zufriedenstellendes aus sieben Geräten hervor. Inzwischen ist die Auswahl der Geräte allerdings deutlich gestiegen und somit auch die Qual der Wahl. In den meisten Fällen braucht man sich dieser aber nicht auszusetzen, denn ihr lokaler Stromversorger hält Verbrauchsmessgeräte zum Gratisverleih für Sie bereit. Diese sind qualitativ hochwertig und einfach in der Handhabung. Außerdem bekommen Sie die Funktion vom Personal des Stromversorgers eingehend erklärt, so dass Fehler weitgehend vermieden werden können. Viel Glück bei der Pirsch auf die Stromfresser!

 

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