26.6.2014
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Im Sommer zu Hause kühlen Kopf bewahren

Die AK informiert und hilft: AKtion-Serie übers Energiesparen zu Hause  

Steigt die Quecksilbersäule und muss man sich in geschlossenen Räumen aufhalten, kreisen die Gedanken alsbald um eine Klimaanlage. Um sie, aber auch um Alternativen geht es in dieser Folge unserer Serie übers Energiesparen zu Hause.

Die Experten der Arbeitsgruppe „Strom -17%“ geben den Lesern der AKtion in dieser Serie konkrete Tipps, wie sie in ihrem Haushalt ohne Komfortverlust bares Geld bei den Energiekosten sparen können. Prof. (FH) Dr. Jörg Petrasch, Leiter des Forschungsbereichs Energie an der Fachhochschule Vorarlberg, setzt sich als Autor des heutigen Tipps mit der Frage auseinander, was mit Blick auf die Energiekosten am sinnvollsten ist, trotz Sommerhitze kühlen Kopf zu bewahren. 

Die AK Vorarlberg unterstützt die Initiative „Strom -17%“. Sie hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 den Stromverbrauch der Haushalte um 17 Prozent zu reduzieren.   

Wie Sie bei der Raumkühlung Energie und damit Geld sparen

  

„Ziemliche Stromfresser“

Während aktive Klimaanlagen in den Ländern des Südens schon seit vielen Jahren zur normalen Gebäudeausstattung gehören, erleben sie bei uns zur Zeit einen wahren Boom. Das ist verständlich, erhöhen Sie doch den Komfort in den heißen Sommermonaten beträchtlich. Leider sind Klimaanlagen mit einer typischen Leistungsaufnahme von 1000 Watt ziemliche Stromfresser. Hier geben wir Tipps, wie Sie bei der Raumkühlung Energie und Geld sparen können. 

Oberstes Ziel ist es, den Kühlbedarf so gering wie möglich zu halten. Verhindern Sie das Aufheizen von Räumen, indem Sie an heißen Tagen möglichst wenig direktes Sonnenlicht in Ihre Räume lassen. Besonders effektiv sind dabei Fensterläden und Rollläden, die außerhalb der Fenster liegen, Vorhänge auf der Innenseite haben eine etwas schlechtere Abschirmungswirkung. Auch kräftiges Lüften während der Nacht- und Morgenstunden ist sinnvoll, da in unseren Breiten die Außentemperatur in den meisten Sommernächten unter 20 Grad Celsius fällt. Außerdem hilft eine gute Gebäudeisolation: Die meisten Maßnahmen, die Heizkosten sparen helfen, reduzieren auch den Kühlbedarf. So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. 

Falls es mit diesen einfachen Maßnahmen nicht möglich ist, den Kühlbedarf soweit zu reduzieren, dass auf eine Klimatisierung verzichtet werden kann, sollten Sie den Einsatz von Ventilatoren in Betracht ziehen. Ventilatoren verbrauchen nur sehr wenig Strom, sie bewegen die Luft und verbessern dadurch die Wärmeabgabe vom menschlichen Körper an die Umgebung. Außerdem verhindern sie die Bildung von „Wärmenestern“, das heißt, warme Luft kann sich nicht in bestimmten Bereichen (zum Beispiel unter der Decke) festsetzen. 

Faktor Luftfeuchtigkeit

Wenn auch der Einsatz von Ventilatoren nicht ausreicht, sollte die Luftfeuchtigkeit überprüft werden. Ist sie zu hoch (über 70 Prozent), ist es dem Körper nicht möglich durch Schwitzen effektiv Wärme an die Umgebung abzugeben. Oft genügt es, eine Klimaanlage im Luftentfeuchtungsmodus einzusetzen, dies spart im Vergleich zur aktiven Kühlung sehr viel Energie. Wenn dagegen die Luftfeuchtigkeit sehr gering ist (unter 30 Prozent), kann man durch Verdunstungskälte eine beträchtliche Kühlleistung erreichen: Hängen Sie einfach ein nasses Handtuch über einen Heizkörper oder auf einen Wäscheständer. Es können aber auch Luftbefeuchter eingesetzt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass Verdunster- oder Zerstäubertypen eingesetzt werden – Verdampfertypen sind für die Kühlung ungeeignet. 

Wenn die bisherigen Maßnahmen keine ausreichende Kühlung verschafft haben, kann man eine aktive Klimaanlage in Betracht ziehen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zentralen und dezentralen Klimaanlagen. Zentrale Klimaanlagen müssen meist schon bei der Gebäudeplanung berücksichtigt werden. Sie haben zentrale Zuluft- und Abluft-Geräte. Zentrale Klimaanlagen sind energieeffizienter und leiser als dezentrale Klimaanlagen. Diese sind für den nachträglichen Einbau vorgesehen. Man unterscheidet zwischen einteiligen Kompaktgeräten für den Einbau in Fensteröffnungen und Splitgeräten, die aus einer Außeneinheit und einer Inneneinheit bestehen. In beiden Fällen soll darauf geachtet werden, dass der Außenteil der Anlage vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt in einem möglichst kühlen Bereich montiert wird. Beim Einsatz von Klimaanlagen soll gelten: Weniger ist mehr. Schalten Sie die Klimaanlage nur ein, wenn Personen in den klimatisierten Räumen sind oder verwenden Sie die Timerfunktion. Zusätzlich ist der Einsatz von Ventilatoren in Kombination mit Klimageräten meist sinnvoll, so wird die kühle Luft gleichmäßig verteilt. 

Fazit: Klimaanlagen lassen sich oft vermeiden

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich der Einsatz aktiver Klimageräte in unseren Breiten durch einfache Maßnahmen wie Abschalten, nächtliches Lüften und die Verwendung von Ventilatoren vermeiden lässt. Falls aktive Klimageräte unvermeidlich sind, sollten diese zeitlich begrenzt und in Kombination mit Ventilatoren eingesetzt werden.

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