25.10.2013
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Im Keller liegt viel Geld!

Die AK unterstützt Initiativen zur Senkung der Wohnkosten: Mit effizienten Heizungspumpen Strom und Geld sparen. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Strom -17 %“ gibt die AK Vorarlberg den Lesern der Aktion Tipps, wie sie in ihrem Haushalt bares Geld sparen.

Wenn es ums Stromsparen geht, denken die wenigsten an die Heizungspumpe im Keller. Dabei gehört sie zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Es gibt dazu aber auch eine gute Nachricht: Ein Pumpentausch rechnet sich in wenigen Jahren. Die Heizungspumpe steht im Mittelpunkt des dritten Teils der Serie.

In der ersten Folge ging es um besonders große Stromfresser im Haushalt, in der zweiten Folge um Stromsparen im Zusammenhang mit dem Wasserverbrauch. Alle Ausgaben der AKtion können auf der AK-Webseite nachgelesen werden.  

Fokus auf vernünftige Maßnahmen

In Vorarlberg hat sich die Arbeitsgruppe „Strom -17 %“ das Ziel gesetzt, entsprechende Maßnahmen auszuarbeiten, um bis zum Jahr 2020 den Stromverbrauch der Haushalte um 17 Prozent zu reduzieren. Die AK Vorarlberg unterstützt das Anliegen und ist mit Konsumentenschützer Mag. Paul Rusching in der Arbeitsgruppe vertreten. Für die AK Vorarlberg muss nämlich auch die ökonomische Balance stimmen: Die Konsumenten dürfen nicht durch übermäßige Investitionen belastet werden.

Die AK informiert und hilft

Sie läuft und läuft …

Egal, ob Sie mit Erdgas, Heizöl, Fernwärme, Wärmepumpe oder Holzpellets heizen – ohne die Heizungspumpe würde Ihre Heizung kalt bleiben. Die mit Strom betriebene Pumpe transportiert das warme Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern oder in die Fußbodenheizung. Etwa 4000 bis 5000 Betriebsstunden pro Heizperiode kommen dabei zusammen. Häufig rotieren dort aber alte oder überdimensionierte Exemplare. Und diese sind wahre Stromfresser: Alte Pumpen arbeiten stets mit der gleichen Drehzahl und können sich nicht dem tatsächlichen Bedarf anpassen. Wenn die Regeleinheit der Heizanlage nicht auf den Sommerbetrieb umgestellt wird, ist die Heizungspumpe sogar im Sommer aktiv und verbraucht unnötig Strom. Das ist nicht nur ökologisch sinnlos, sondern vergeudet jede Menge Geld. Es macht sich deshalb rasch bezahlt, zum Stromsparen im Keller nachzuschauen.

Neu ist nicht immer gleich hocheffizient

Selbst Pumpen, wie sie vor wenigen Jahren noch eingebaut wurden und schon regelbar sind, sind in vielen Heizungsanlagen falsch eingestellt oder überdimensioniert. So wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen: Die Heizungspumpen arbeiten durchschnittlich mit einer Leistung von 50 bis 70 Watt, obwohl bei Ein- und Zweifamilienhäusern heute meist 10 Watt ausreichen – eine moderne Pumpentechnik vorausgesetzt.

Hocheffizienz-Pumpen

Hocheffizienz-Pumpen sind erst seit einigen Jahren auf dem Markt erhältlich und mittlerweile preislich interessant. Sie passen ihre Drehzahl elektronisch geregelt an die unterschiedlich erforderlichen Wassermengen an. Neben dieser stufenlosen und automatischen Anpassung trägt auch der Strom sparende Motor neuerer Technologie zur deutlich besseren Effizienz bei. Dieser Motor erzielt einen wesentlich höheren Wirkungsgrad als ein herkömmlicher Pumpenmotor.

Was bringt der Einbau?

In einem Einfamilienhaus verursacht eine veraltete Pumpe Stromkosten von 100 bis 150 Euro im Jahr. Zum Vergleich: Der Stromverbrauch Ihres Fernsehers und Ihres Kühlschranks kostet Sie jährlich im Schnitt zwischen 40 Euro und 80 Euro. Wird die alte Heizungspumpe durch eine moderne Hocheffizienz-Pumpe (Effizienzklasse A) ersetzt, spart das durchschnittlich Stromkosten in Höhe von etwa 80 bis 130 Euro jährlich. Das sind rund eineinhalbmal mehr als die jährlichen Stromkosten für Ihre gesamte Beleuchtung. Eine solche moderne Pumpe kostet inklusive Einbau durch einen Professionalisten 300 bis 400 Euro. Der Austausch der Heizungspumpe macht sich also durch den eingesparten Strom innerhalb weniger Jahre bezahlt. Idealerweise wird der Pumpentausch mit einem Heizungsservice gekoppelt. Dann entfällt ein Anfahrtsweg. Im Zuge des Pumpentauschs rentiert es sich, auch die eventuell noch vorhandenen alten Heizkörperventile gegen neue Thermostatventile auszutauschen. Diese halten die Raumtemperatur konstant auf dem eingestellten Temperaturniveau. Dadurch lassen sich pro Raum rund 20 Prozent Heizkosten sparen.

UND NOCH EIN TIPP

Beim Pumpentausch die Dämmung der Rohrleitungen prüfen. Investitionen in gut gedämmte Heizungs- und Warmwasserverteilleitungen rechnen sich in der Regel innerhalb von drei bis fünf Jahren (siehe Tabelle ).


So erkennen Sie effiziente Pumpen

Hocheffizienz-Pumpen zu erkennen ist besonders einfach, denn es gibt nun auch für Heizungspumpen die Energieverbrauchskennzeichnung mit dem Energie-Pickerl. Die Pumpe Ihrer Wahl hat jedenfalls die Effizienzklasse A.


Beim Warmwasser sparen

Für eine Investition von 20 Euro lässt sich beim Duschen pro Person und Jahr mehr als das Doppelte an Kosten sparen.

Stromfresser im Haushalt

In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Strom -17%“ gibt die AK Vorarlberg Tipps, wie man bares Geld im Haushalt spart.

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