28.3.2014
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Erst der Vergleich macht Sie sicher!

In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Strom -17%“ gibt die AK Vorarlberg den Lesern der AKtion Tipps, wie sie in ihrem Haushalt ohne Komfortverlust bares Geld bei den Energiekosten sparen können. 

Beim Kauf von Elektrogeräten sollte neben Preis, Qualität und persönlichem Geschmack der Energieverbrauch in die Entscheidung einfließen, denn er bestimmt die Betriebskosten. Seit dem Jahr 2011 müssen Elektrogroßgeräte EU-weit mit einem einheitlichen Energieeffizienzlabel (links) gekennzeichnet werden. Meist existieren zehn Energieeffizienzklassen von A+++ (sehr effizient) bis G (wenig effizient). Leider ist die Einteilung sehr undurchsichtig: Energieeffizienzklassen für verschiedene Gerätekategorien sind nicht vergleichbar. Während zum Beispiel der Verbrauch von Fernsehern zwischen den Klassen A+++ und G bis zu einem Faktor 10 variiert, ist es bei Geschirrspülern nur etwa ein Faktor 2. 

Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen haben wir unten den relativen Verbrauch nach Effizienzklassen geordnet einheitlich dargestellt. Ausgangspunkt sind Geräte der Klasse C mit jeweils 100 Prozent. Je geringer der angegebene Prozentwert, desto niedriger der Verbrauch. Für weitere Verwirrung kann sorgen, dass ein Gerät der Klasse A absolut gesehen mehr Strom verbrauchen kann als ein Gerät der Klasse C. Das hat damit zu tun, dass Geräte unterschiedlicher Größe vergleichbar gemacht werden sollen. Natürlich verbraucht ein großer Standkühlschrank mit 250 Liter Nutzvolumen mehr Strom als ein Kleingerät mit 50 Liter Volumen. Daher wird zur Bewertung der Verbrauch in Kilowattstunden pro Liter Nutzvolumen des Kühlschranks herangezogen. Ähnliches gilt für Fernseher, wo der Verbrauch auf die Bildschirmfläche, aber nicht auf die Bildhelligkeit bezogen wird. Bei Leuchtmitteln wird der Verbrauch auf die tatsächlich erzeugte Helligkeit (in Lumen) bezogen. Aus Sicht des Verbrauchers ist eine größenbezogene Bewertung fragwürdig, da sie nichts über den absoluten Verbrauch aussagt und dazu verleitet, große Geräte mit guter Effizienz, aber hohem absoluten Verbrauch zu kaufen. Der Verdacht, dass hier von den Geräteherstellern massiv Lobbyarbeit geleistet wurde, liegt nahe. 

Was zählt, ist der tatsächliche Verbrauch

Unser Tipp: Achten Sie auf den Normverbrauch. Dieser wird bei Elektrogeräten auf dem Energieeffizienzlabel in Kilowattstunden pro Jahr (kWh/annum) ausgewiesen. Wenn Sie ein neues Elektrogerät kaufen, treffen Sie entsprechend Ihren Bedürfnissen (Größe, Leistungsumfang, Preis) eine Vorauswahl. Im Anschluss vergleichen Sie die Normverbräuche der Geräte in der engeren Wahl. Geräte mit niedrigeren Normverbräuchen sind sparsamer. Der tatsächliche Verbrauch kann je nach Nutzung vom angegebenen Normverbrauch stark abweichen (bei Waschmaschinen beispielsweise durch gewählte Waschtemperatur und die Anzahl Wäschen, bei Kühlschr.nken ist die Raumtemperatur ebenso relevant wie die Anzahl der Tür.ffnungen). 

Zusätzliche Kriterien

Zu guter Letzt sollten Sie auf Kriterien wie Reparierbarkeit und Lebensdauer achten. Bereits in der Produktion eines Geräts wird viel Energie verbraucht, daher sollte es über längere Zeiträume genutzt werden, um diesen anfänglichen Energieinput zu amortisieren. Auch Reparierbarkeit ist ein wichtiges Kriterium und über die Lebensdauer neben den Energiekosten der bedeutendste Kostenfaktor.

Der Autor

Prof. (FH) Dr. Jörg Petrasch leitet als Illwerke-VKW Stiftungsprofessor den Forschungsbereich Energie an der Fachhochschule Vorarlberg in Dornbirn.


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