1.3.2017
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Wirklich fit für einen fixen Vertrag?

Mit steigender Fitnesslust häuft sich auch die Zahl der Beschwerden in der AK-Konsumentenberatung. Fast immer geht es dabei um die Kündigung von voreilig abgeschlossenen Verträgen.

Für Fitness-Anbieter bedeuten Fastentage Hochzeiten. Ein Blick auf den Winterspeck steigert die Motivation der Bewegungswilligen ins Unermessliche. Untermauert wird die Lust am gesunden Leben durch brandneue Studien, die Altbekanntes nachweisen: Fasten ist gesund, Bewegung auch. Und Finger weg vom Alkohol! 

Dem ist kaum zu widersprechen. Manche Fitnessstudios bringen ihre Kunden freilich auch mit ihren Vertragsklauseln gehörig ins Schwitzen. Ist die erste Fitness-Euphorie einer gewissen Ernüchterung gewichen, häufen sich die Beschwerden in der Konsumentenberatung der AK Vorarlberg. Fast alle betreffen die Frage der Kündigung von Fitnessstudio­Verträgen.

Vorzeitige Kündigung

Das Beispiel einer 36-jährigen Unterländerin aus dem Vorjahr steht für viele. Sie entschied sich zu Beginn der Fastenzeit fürs Training im Fitnessstudio. In den ersten Wochen war sie noch regelmäßig bei der Sache. Aber dann blieb immer weniger Zeit fürs Training. Also wollte sie aussteigen. Aber so einfach war das nicht. Eine Kündigung sei frühestens nach einem Jahr möglich, erklärte ihr der Trainer. Bis dahin müsse sie weiter den monatlichen Betrag von 60 Euro bezahlen. 

Ist das ok so? Die  Konsumentenberatung der AK prüfte den Fitness-Vertrag. Tatsächlich hatte sich die Klientin durch ihre Unterschrift mit einer Mindestvertragsdauer von 12 Monaten einverstanden erklärt, und damit, dass eine Kündigung davor nur mit Zustimmung des Studios möglich wäre.

Tipps der AK-Experten

 

Deshalb raten die AK-Konsumentenberater:

  • Schauen Sie sich mehrere Studios an, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben. Vergleichen Sie Angebot und Preis, aber auch die Distanz zum Wohnort oder Arbeitsplatz. Je umständlicher der Weg, umso weniger werden Sie ein regelmäßiges Training durchhalten.
  • Fragen Sie vor Vertragsabschluss, ob Sie den Vertrag jederzeit beenden können oder ob es eine Mindestdauer gibt. Achten Sie darauf, dass dies im Vertragstext auch tatsächlich so festgehalten ist.
  • Einige Fitnessstudios bieten den Kunden Verträge mit unterschiedlich langen Mindestvertragsdauern (6, 12, 18 Monate) zur Auswahl an, wobei bei der längsten Vertragsdauer der Monatsbeitrag am geringsten ist. Vorsicht: Für viele Kunden hat sich das schon als Falle entpuppt. Auch der geringere Monatsbeitrag wird dann als ärgerlich empfunden, wenn man es sich nach einigen Monaten anders überlegt und die Trainingsmöglichkeit gar nicht mehr nutzt.
  • Wählen Sie im Zweifel ein Fitnessstudio, das keine Mindestvertragsdauer von Ihnen verlangt! Hier sind Sie am sichersten, wenn sich Ihre persönlichen Lebensumstände verändern. Egal ob Arbeitsplatz- oder Wohnortwechsel, egal welche Gründe Sie sonst am Training hindern – nur hier können Sie vermeiden, Monatsentgelte zahlen zu müssen, obwohl Sie die Leistung nicht mehr in Anspruch nehmen.
  • Grundsätzlich ist eine monatliche Zahlung vorzuziehen. Wenn man den Mitgliedsbeitrag jährlich im Voraus zahlt und es zu längeren Betriebsunterbrechungen kommt oder der Studiobetrieb überhaupt eingestellt wird (z.B. wegen Konkurs), ist es sehr schwierig bis kaum möglich die Mitgliedsgebühr zurückzubekommen.

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