1.9.2017
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Testerinnen am Werk: Teuer ist nicht gleich gut

Drei junge Wirtschaftsingenieurinnen der HTL Dornbirn schlüpften für ihre Diplomarbeit in die Rolle des Konsumentenschutzes: Mithilfe der AK testeten sie die Qualität bedruckter T-Shirts und lernten dabei viel.

PRODUKTTEST. Das machen so viele: Für Geburtstag oder Polterabend, Firmenfeier oder Klassenfest sind originell bedruckte T-Shirts ein Hingucker. Aber ob sie ihre reizvolle Botschaft auch noch nach mehreren Waschvorgängen strahlend zum Besten geben? Das wollten Lena Lojic, Sofija Klipa und Annika Kiene herausfinden. Am Ende ihres Projektes legten sie nicht ohne Stolz eine 128 Seiten starke Diplomarbeit auf den Tisch und ein Dankeschön gleich noch dazu. Denn seitens der AK-Konsumentenberatung haben Claudia Sahler und Paul Rusching die jungen „Kolleginnen“ von der HTL nach Kräften unterstützt.

540 Arbeitsstunden später

Ob sie am Anfang wussten, worauf sie sich da einlassen? Lena, Sofija und Annika gingen ganz professionell zu Werke. Das bestätigt ihnen Paul Rusching anerkennend. Zuerst wählten sie sich sechs verschiedene T-Shirts mit denselben Druckmotiven aus. „Wir kauften vier T-Shirts in bekannten Onlineshops und zwei T-Shirts bei lokalen Anbietern in Vorarlberg“, sagt Sofija Klipa. Die Preisunterschiede waren beträchtlich: Der Anbieter bandyshirt.com bot das günstigste Shirt um 11,37 Euro, Shirtcity.at das teuerste um 21,11 Euro an. Die lokalen Anbieter lagen preislich in der Mitte.

Was ist dem Kunden nun wichtig? „Da hat jeder ganz eigene Vorstellungen.“ Die drei HTL-Maturantinnen haben es erfragt. Kunden wollen u. a. das wissen: Wie gut ist der Druck des T-Shirts? Ändert sich durch das Bedrucken der Tragekomfort? Lässt sich das Shirt problemlos waschen? Sieht es auch nach Jahren noch ansprechend aus?

So begann die Testreihe: Die drei Maturantinnen haben die T-Shirts markiert und in handelsüblichen Haushaltswaschmaschinen gewaschen. Mit Stoffresten sorgten sie dafür, dass die Gesamtladung jeweils zwei Kilo betrug. Jedes T-Shirt wurde zweimal bei einer Temperatur von 40 Grad gewaschen und mit 1000 U/min geschleudert. Ein Scheuerprüfgerät setzte den Stoffen mit 40.000 Kreisbewegungen zu. In einem eigenen Prüfgerät wurden die Stoffe bis zum Zerreißen gespannt, trocken und nass einer Reibprüfung unterzogen. In Prüflösungen getaucht und nach vier Stunden im Wärmeschrank verrieten Textilproben auch alles über die Schweißechtheit der bedruckten Shirts.

Fazit: Das Shirt von Shirtinator um 17,57 wurde Testsieger, dicht gefolgt von Printshirt um 14,90 Euro. Der günstigste Anbieter bandyshirt errang den dritten Platz, das teuerste Shirt von Shirtcity fiel auf den sechsten und letzten Platz. Der Preis ist eben längst nicht alles.



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