Paketzusteller © Monkey Business , stock.adobe.com
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12.2.2021

Wenn der Paketzusteller nicht einmal klingelt!

In der AK KonsumentInnenberatung gibt es immer wieder Beschwerden über nicht erfolgte Zustellversuche von DPD-Paketen. Die AK KonsumentInnenschützer haben bereits die zuständigen Postregulierungsbehörde RTR auf die seit November 2020 wachsenden Beschwerden aufmerksam gemacht. Die AK rät: Betroffene KonsumentInnen sollen ihre Beschwerde direkt der RTR melden, um den Praktiken des Paketzustellers DPD einen Riegel vorzuschieben. 

Konsumentenbeschwerden über DPD-Paketdienst

Verärgerte KonsumentInnen berichten in der AK KonsumentInnenberatung über den DPD-Paketdienst: Die KonsumentInnen warten vergeblich, doch statt des Pakets kommt die Info, dass das Paket im Pickup Paketshop hinterlegt wurde. So wird per E-Mail angekündigt, dass das Paket Montag zwischen 10.45 Uhr und 14.45 Uhr kommt. Der Konsument wartet und wartet. Knapp vor Mittag kommt eine E-Mail, dass das Paket im Pickup-Paketshop hinterlegt wurde. Eine Konsumentin berichtete sogar, dass der Lieferwagen von DPD bei ihrer Wohnung vorbeifuhr, aber nicht anhielt, um ihr Paket zu liefern – sie musste ebenfalls in die Paketstation. 

Die AK hat kürzlich den Postregulator RTR über die steigenden Fallzahlen informiert. KonsumentInnen, die negative Erfahrungen mit DPD haben, sollen sich jedenfalls auch direkt bei der RTR melden: E-Mail: poststreitschlichtung@rtr.at. „Je mehr Beschwerden, desto besser kann seitens der RTR gegen solche Praktiken einzelner Paketzustelldienste – wie DPD – vorgegangen werden“, sagen die AK KonsumentenschützerInnen.  

Achtung, was KonsumentInnen oft nicht wissen

Bei Konflikten – zugesicherte Zustellversuche erfolgen nicht, Pakete gehen bei der Beförderung verloren, usw. – haben EmpfängerInnen keine Ansprüche gegenüber dem Paketdienst. Der Grund: Die EmpfängerInnen haben kein Vertragsverhältnis mit dem Paketdienst, sondern nur der Absender, der das Paket zur Versendung aufgegeben hat. OnlinehändlerInnen haften immerhin in der Regel, wenn die Ware am Transportweg verloren geht oder beschädigt wird.

Die AK ExpertInnen betonen: „DPD selbst muss dafür sorgen, dass die eigenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen bzw. die Pflichten von Postdienstanbietern aus dem Postmarktgesetz eingehalten werden. Das darf nicht zu Lasten der einzelnen ZustellerInnen gehen – sie dürfen am Ende des Tages nicht draufzahlen. Wir wissen, dass die einzelnen ZustellerInnen extrem unter Druck stehen – ihnen dürfen jedenfalls keine Konsequenzen daraus erwachsen“. 

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