26.9.2013
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Zwei Fett-Werte bei Baronesse: Welcher gilt?

Mogelpackung: Die Firma Berglandmilch schummelt bei der Fettangabe

Lebensmittel-Check heißt die Webseite des Vereins für Konsumenteninformation (VKI), auf der regelmäßig entlarvte Mogelpackungen vorgestellt werden. Unter anderem: Die Schlanke Linie Baronesse von Schärdinger.

Das Problem bei dem Diät-Käse: Auf der Packungsvorderseite wird groß angegeben, dass der Käse nur 13 Prozent Fett enthält. Doch der Fettgehalt von 13 Prozent bei dem Käse entspricht einem F.i.T.-Gehalt von 25 Prozent. F.i.T. bedeutet: Fett in der Trockenmasse. Der Wassergehalt von Käse nimmt mit der Zeit ab. Daher lässt sich der genaue Fettanteil nicht auf das Gewicht des Käses berechnen. Der Gehalt wird daher auf die Trockenmasse berechnet – also das Gewicht abzüglich des enthaltenen Wassers. Die Angabe des F.i.T.-Werts ist bei Käse in Österreich Pflicht. Bei der Schlanken Linie Baronesse wurde der F.i.T.-Gehalt zwar angegeben, jedoch steht er nur klein gedruckt in der Sachbezeichnung. Der Konsument wird durch die Angabe auf der Vorderseite in die Irre geführt.

Konsument darf entscheiden

Der VKI hat die Firma Berglandmilch mit der Sachlage konfrontiert und folgende Erklärung erhalten:

„Es ist uns grundsätzlich ein großes Anliegen, unsere Konsumenten bestmöglich zu informieren. Bezüglich der Auslobung von Fett absolut (tatsächlicher Fettgehalt im Endprodukt) und F.i.T. (Fett in der Trockenmasse) bei Käse wissen wir, dass den Konsumenten beide Begriffe geläufig sind und es geschätzt wird, wenn beide Angaben auf der Verpackung zu finden sind. Bei den Produkten der Schlanken Linie im Besonderen zeigen unsere Erfahrungen jedoch, dass hier vor allem der absolute Fettgehalt eine Rolle spielt. Aus diesem Grund ist dieser auch auf der Verpackung hervorgehoben. Der F.i.T.-Gehalt ist gesetzlicher Bestandteil der Sachbezeichnung und ebenfalls auf der Verpackung zu finden.  So hat jeder Konsument die Möglichkeit, die für ihn persönlich wichtige Information in Erfahrung zu bringen.“

Nach dieser Antwort stellt sich uns nur eine Frage: Woher weiß der Konsument, welcher Fett-Wert die „für ihn die persönlich wichtige Information“ ist?

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