24.05.2013
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Verpackung 2,5 Mal größer als der Inhalt

Unsere Mogelpackung des Monats: Die Balea Beauty Effect 24h-Pflege von „dm“. Das Volumen des Tiegels verspricht rund 120 Milliliter Creme. Tatsächlich enthalten sind aber nur 50 Milliliter.


Es gibt Cremes für ein strafferes Erscheinungsbild der Haut, mit Q10 und Sonnenschutz, extra viel Feuchtigkeit sowie ganz vielen Vitaminen. Vieles versprechen die Hersteller und jede Frau schwört auf eine andere Marke. Nicht selten zahlt sie dafür auch einen stattlichen Preis. Doch ist die Enttäuschung groß, wenn in dem Tiegel weniger Inhalt ist, als er optisch verspricht. So auch bei der Balea Beauty Effect 24h-Pflege von „dm“. Frau M. hat den Fall bei der AKtion gemeldet.

Wir fragten natürlich beim Hersteller nach, warum in dem großen Tiegel nur so wenig Creme enthalten ist und bekamen rasch eine Antwort von der „dm drogerie markt GmbH“: „Beim besagten Produkt handelt es sich um keine ‚Mogelpackung‘, sondern um einen Standardtiegel, der dem Eichgesetz entspricht. Dieses besagt, dass das Volumen einer Verpackung mit 25 bis 50 Gramm Inhalt nicht größer als das 2,5-fache des Inhalts sein darf. Die Balea Beauty Effect 24h-Pflege enthält 50 Milliliter (das sind 50 Gramm) Creme, der Tiegel hat ein Außenvolumen von circa 120 Milliliter, also weniger als das 2,5-fache von 50 Milliliter. Der Tiegel hat zwar dicke Wände, was aber beabsichtigt ist – da es sich um ein hochwertiges Produkt handelt und nicht zu ‚billig‘ wirken sollte.“

Was das Eichamt dazu sagt

Da uns die erwähnte Verordnung – dass das Volumen einer Verpackung nicht größer sein darf, als das 2,5-fache des Inhalts – nicht bekannt ist, haben wir beim Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV) nachgefragt. Doch auch dort kennt man diese Bestimmung nicht, wie Ing. Thomas Lechthaler, Leiter der Eichämter Innsbruck und Bregenz, informiert: „Es kann sein, dass es die Bestimmung in anderen Ländern gibt, in Österreich ist diese Bestimmung in der Fertigpackungsverordnung nicht vorgesehen.“
Tatsächlich orientiert sich „dm“ an den bundesdeutschen Normen, wobei, wie das Unternehmen anmerkt, „in den westlichen Demokratien, grundsätzlich erlaubt ist, was nicht verboten ist.“

Verordnungen notwendig

Wir finden: Eine Verpackung, die bis zu 2,5 Mal größer ist, als ihr Inhalt, spiegelt den Konsumenten falsche Tatsachen vor und ist daher eine Mogelpackung. Aus diesem Grund benötigt es in Österreich auch endlich entsprechende Verordnungen. Viel zu oft werden Konsumenten mit großzügigen Verpackungen hinters Licht geführt.

Mitmachen: Mogelpackung entdeckt?

Mogelpackung entdeckt? Die AKtion veröffentlicht in jeder Ausgabe die „Mogelpackung des Monats“. Helfen Sie mit, die Tricks der Hersteller aufzudecken.

Schicken Sie ein Beweisfoto und eine kurze Beschreibung an:

AK Vorarlberg,
Redaktion AKtion
Stichwort: Mogelpackung
Widnau 2–4
6800 Feldkirch

oder per E-Mail an leserbrief@ak-vorarlberg.at.

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