27.02.2013
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Sommerreifen im Test: Reife Leistung

Auch wenn prominente Marken ihre vorderen Plätze verteidigen – noch nie gab es so viele Reifen, die man bedenkenlos kaufen kann.


Früher herrschte eine klare Rangordnung und nur selten gab es Ausnahmen: Große Namen versprachen bessere Qualität, jedoch meist zu einem höheren Preis. Das trifft heute nicht mehr zwingend zu. Zwar liegen Michelin, Continental, Goodyear/Dunlop immer noch auf den vorderen Plätzen, der Rest des Feldes wird aber regelmäßig von Newcomern aufgemischt. So rangieren bekannte Marken wie Pirelli und Firestone nur unter „durchschnittlich“, die Michelin-Tochter Kleber fiel überhaupt durch (schmale Dimension), während sich bei den Breitreifen die bislang weniger renommierten koreanischen Marken wie Hankook und Kumho vor Bridgestone (Japan) und Uniroyal (Conti Gruppe) einreihen konnten.

Erschreckende Unterschiede

Preis und Wert sind natürlich eine wichtige Relation, nicht minder bedeutend ist allerdings die Sicherheit. Hier gibt es zwischen den besten und den schlechtesten Reifen nach wie vor erschreckende Diskrepanzen. Zum Beispiel beim Bremsen auf nasser Fahrbahn. Während der Testsieger in dieser Disziplin, der Semperit Comfort-Life 2, bei einer Bremsung aus 80 km/h bereits nach 34 Metern steht, benötigt der mit dem chinesischen Sailun Atrezzo bereifte Wagen nicht weniger als 49 Meter. Das sind um 15 Meter mehr. Noch dramatischer erscheint das Ergebnis ausgedrückt in Restgeschwindigkeit: Während der Semperit schon stillsteht, ist der Sailun noch mit 44 km/h unterwegs, hat also noch nicht einmal die halbe Geschwindigkeit abgebaut.

Die Testsieger

Die Konstruktion eines Reifens unterliegt einem ganzen Netzwerk an Zielkonflikten. Verbessert man eine Eigenschaft, verschlechtern sich mitunter gleich mehrere andere und umgekehrt. Der offensichtlichste Zusammenhang herrscht dabei zwischen den Kriterien Nassgriff und Verschleiß. Der einzige Reifen, der es schafft, diesen Zielkonflikt aufzulösen, ist der Michelin Energy Saver+. Er ist gut im Nassgriff und Bester beim Verschleiß.
Die ehemals österreichische Reifenmarke Semperit, die schon lange zu Continental gehört, zeigt nicht nur bei den schmalen Reifen mit einer hervorragenden Einzelleistung auf, nämlich dem bereits erwähnten kürzesten Bremsweg, auch bei der breiten Dimension erregt man Aufmerksamkeit. Dort punktet der Semperit mit dem geringsten Kraftstoffverbrauch, was ihn in die Spitzengruppe aufsteigen lässt.

Die Eigenschaften bei Nässe sind das Schlüsselkriterium in Sachen Fahrverhalten, denn bei Trockenheit schneiden fast alle Reifen gut ab, und riskante Situationen treten sehr häufig auf nasser Fahrbahn auf. Gerade im Nassgriff schnitten die in diesem Durchgang getesteten Reifen tendenziell besser ab. Fast die Hälfte aller Reifen in der Dimension 185/60 R 15 haben in Summe die Note „gut“ erreicht. Bei den sportlichen Breitreifen 225/45 R 17 war immer noch deutlich mehr als ein Drittel „gut“.

Alle Testergebnisse im Detail: www.konsument.at/sommerreifen032013

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