AK Präsident Hubert Hämmerle © AK Vorarlberg
© AK Vorarlberg

Menschen nicht arbeitslos zwischenparken

AK hält Härtefonds aufrecht und mahnt die Arbeitgeberseite zur Kurzarbeit

Vorarlberg zählt zu Beginn des Lockdown knapp über 10.000 Arbeitssuchende. AMS-Chef Bernhard Bereuter rechnet innerhalb der kommenden drei Wochen mit einem Anstieg auf  13.000 bis 13.500. „Das muss nicht sein, denn die Kurzarbeit wird in vollem Maße gewährt“, betont AK-Präsident Hubert Hämmerle.

Das Zwischenparken von Menschen in der Arbeitslosigkeit war bereits Thema eines gemeinsamen Antrags aller Fraktionen in der AK-Vollversammlung. „Das muss aufhören“, fordert Hämmerle und ruft die Arbeitgeber:innen dazu auf, das Instrument der Kurzarbeit zu nützen. „Aktuell haben wir in Vorarlberg 2464 Beschäftigte in Kurzarbeit“, entnimmt Vorarlbergs AMS-Chef Bereuter der Statistik. Er rechnet bis zum 12. Dezember mit 12.000 bis 13.000. 

Die Kurzarbeit sicherte in der Covid-19-Pandemie europaweit Millionen Jobs. Arbeitsminister Martin Kocher hat bereits zugesichert, dass auch jetzt, im vierten Lockdown, eine Reduktion der Arbeitszeit bis zum völligen Arbeitsausfall möglich ist, bei einem Nettoeinkommensersatz von 80 bis 90 Prozent. AK-Präsident Hämmerle unterstreicht deshalb nochmals: „Niemand muss in die Arbeitslosigkeit.“ Die AK rät den Beschäftigten dringend, keine Vereinbarung zur Auflösung des Dienstverhältnisses zu unterschreiben, sondern den Betriebsrat, Gewerkschaft oder Arbeiterkammer um Rat zu fragen.

Der neuerliche Lockdown ermöglicht es auch Erwerbstätigen mit Vorerkrankungen, sich mit einem ärztlichen Risikoattest vorübergehend freistellen zu lassen. Die mit Juni 2021 ausgelaufene Verordnung wird wiederbelebt. Arbeitnehmer:innen, die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen in die Risikogruppe fallen, müssen das Risiko-Attest der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber vorlegen. Falls keine Adaptierung des Arbeitsplatzes möglich ist, kann die betroffene Arbeitnehmerin oder der betroffene Arbeitnehmer freigestellt werden. Sie erhalten in diesem Fall die Entgeltkosten zu 100 Prozent ersetzt. Der einseitige Anspruch auf Sonderbetreuungszeit kommt weiterhin nur zu tragen, wenn die Schulen schließen oder das Kind in Quarantäne muss. 

Die AK Vorarlberg greift vorläufig bis Jahresende notleidenden Arbeitnehmer:innen mit Mitteln aus dem Härtefonds unter die Arme. Seit Beginn der Pandemie sind aus diesem Topf zahlreiche Betroffene unterstützt worden. Anträge können online gestellt werden. Auch in diesem neuerlichen Lockdown gilt für den AK-Präsidenten, dass niemand ohne Hilfe bleiben darf: „Schauen wir auf einander!“ 

Newsletter

News rund um Coronavirus, Job, Reisen und Co

Hotline

Unter 050 258 2000 sind unsere Arbeitsrechtsexpert:innen gerne für Sie da.

Anfrage senden

Links

Kontakt

Kontakt

Hotline

Senden Sie uns Ihre Anfrage bitte primär über unser Kontaktformular

Unter der Telefonnummer 
050 258 4444
geben Arbeitsrechtler und Konsumentenschützer Auskunft 

Newsletter

News rund um Coronavirus, Job, Reisen und Co

Hotline

Unter 050 258 2000 sind unsere Arbeitsrechtsexpert:innen gerne für Sie da.

Anfrage senden

Das könnte Sie auch interessieren

Angestellte erhält Kündigung © fizkes, stock.adobe.com

Kündigung und Zwangsurlaub

Manche Firmen wollen ihre Mit­arbeiter in Urlaub schicken oder einver­nehmlich lösen. Unterschreiben Sie nicht vorschnell!

Jetzt Härtefonds online beantragen © AK Vorarlberg

Hier finanzielle Unterstützung beantragen!

Wir greifen Arbeitnehmer*innen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten unter die Arme. Hier können Sie gleich online Ihren Härtefonds-Antrag stellen!