30.10.2014
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Der Beruf: Floristen und Floristinnen

Fabienne Karg steht im elterlichen Geschäft im Messepark in einem Blumenmeer. Bei der Berufs-EM in Frankreich holte die Dornbirnerin für Österreichs Floristen erstmals Gold. 

Der Beruf Floristin © AK, AK

Weder das eine noch das andere war so geplant. Fabienne Karg hatte als Kind und Jugendliche nicht die Vorstellung, in die Fußstapfen der Eltern zu treten. „Weil ich gesehen habe, wie viel Mama und Papa arbeiten müssen. Es ist ein schöner Beruf, aber auch ein anstrengender.“ Nicht nur zu den Stoßzeiten wie zu Valentin und Muttertag. Juniorchefin, das ergab sich erst später, nach einer Phase der Selbstfindung. Matura und zuerst einmal nicht wissen, was man tun soll, schildert die 24-Jährige, wie es zu einem Sozialjahr in Costa Rica kam. Viel Zeit in einer überwältigenden Natur, das habe ihr den Horizont geöffnet. „Die Natur gab den Ausschlag, warum ich umgestiegen bin.“ Umsteigen hieß: doch in die Welt der Pflanzen und Blumen einzutauchen. Mit jetzt krönendem Erfolg – und als Zweier-Team mit ihrer steirischen Kollegin Birgit Haberschrick, betont Fabienne Karg.

Herzlichen Glückwunsch zur Goldmedaille! 


Was war die Aufgabe?

Fabienne Karg: Wir mussten ein Geschäft eröffnen, dafür eine Geschäftsphilosophie erstellen und einen Namen finden – das hat sich alles in drei Tagen entwickelt –, dazu sechs Werkstücke erarbeiten, die Schnittblumen pflegen ... es war einiges zu tun!

Was bedeutet Ihnen Arbeit?

Ich sehe bei der Arbeit nicht das Muss, sondern das Schöne, weil ich das Hobby zum Beruf machen konnte. Ich finde es schön, wenn du einer Kundschaft ein Lächeln ins Gesicht zaubern kannst, weil ihr gefällt, was du mit deinen eigenen Händen gemacht hast. Handwerksberufe finde ich generell toll. 

Wem würden Sie Ihren Beruf empfehlen?

Jedem, der sich gerne in der Natur aufhält und mit Blumen arbeitet, der gerne Kontakt mit Kunden hat und  teamfähig ist.  

Was erwarten Sie von der Zukunft?

Ich möchte in der nahen Zukunft den Meisterlehrgang absolvieren. Eigentlich wollte ich immer Lehrerin werden. Ich hoffe, dass ich das einmal als Berufsschullehrerin für Floristen verbinden kann. Im Moment schaue ich, was auf mich zukommt.

Wofür geben Sie am liebsten Geld aus?

Ich habe ein kleines Faible für Taschen (lacht). Sonst für meinen Hund, ein Rhodesian Ridgeback, der ist meine Nummer 1.

Was tun Sie, wenn Sie sich etwas Besonderes gönnen wollen?

Dann gehe ich mit meinem Hund in die Berge. 

Was würden Sie tun, wenn Sie sich ein Jahr lang nicht um den Lebensunterhalt kümmern müssten?

Reisen. Entweder noch einmal Südamerika oder Tanzania und Sansibar, das würde mich reizen.

Worauf kommt es in Ihrem Beruf an?

Ich finde, neben dem Beachten der saisonalen Besonderheiten sollte eine gute Floristin Traditionen wahren. Sie soll den Kunden auch das nahebringen, was wir gelernt haben. Wir binden ja nicht nur Blumen zusammen, jeder Strauß hat eine Voraussetzung.

Gibt es bestimmte No-gos?

Ich würde zum Beispiel nie Rot und Weiß zusammenbringen, die sind soo weit auseinander in der Farbtabelle! Und ich würde auch nicht unbedingt Rosen und Gerbera mischen: Rosen brauchen viel Wasser, Gerbera ganz wenig.

Danke, das war jetzt der Tipp an die Männer zuhause!

Letzte Frage: Schon einmal Blumen aus dem Automaten gekauft, weil’s pressiert hat?

Nie im Leben! Man soll Qualität wahren. Wir haben auch schon schnell was zusammenbinden müssen, weil’s jemand eilig hatte, aber das merkt man dann auch. 


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