27.3.2015
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Arbeitsklimaindex 2014

Arbeitsklimaindex 2014 zeigt sinkende Werte – Zufriedenheit der Beschäftigten in Vorarlberg liegt über dem Österreichdurchschnitt – 90 Prozent der Vorarlberger halten ihren Arbeitsplatz für sicher.

Jahresvergleich © AK, AK

ARBEITSKLIMA. Die Vorarlbergauswertung des österreichischen Arbeitsklimaindex weist für 2014 sinkende Werte auf. In ganz Österreich hat sich die Arbeitszufriedenheit im Jahresabstand von 108 um zwei auf 106 Punkte verringert. In Vorarlberg gab dieser Wert gegenüber 2013 um sechs Punkte nach und liegt jetzt bei 108 Indexpunkten. Die Arbeitnehmer sind im Ländle also immer noch leicht zufriedener als der österreichische Durchschnitt.

Optimistischer als alle anderen

Das Institut IFES hat den Index erhoben. Es stellt den Vorarlbergern in vielerlei Hinsicht ein gutes Zeugnis aus. Manche Werte stimmen freilich nachdenklich. Die Vorarlberger blicken gleich um zehn Indexpunkte (63) optimistischer in die Zukunft als der Bundesdurchschnitt (53). Das Image des eigenen Betriebs wird im äußersten Westen der Republik um vier Punkte höher (82) eingestuft als in ganz Österreich (78). Den Führungsstil beurteilen die Vorarlberger Beschäftigten um neun Indexpunkte höher (79) als der Österreichschnitt (70). „Das zeigt deutlich, dass in den Vorarlberger Betrieben Jammerkultur keinen Nährboden findet“, sagt AK-Präsident Hubert Hämmerle.

Dennoch sank die allgemeine Berufszufriedenheit in Vorarlberg einen Punkt unter den Bundesdurchschnitt von 75 Indexpunkten. Mit ihrer Zeiteinteilung kommen die Vorarlberger schlechter zurecht, diesen Faktor bewerteten sie um fünf Punkte niedriger (71) als ganz Österreich (76). Und doch leiden sie nicht so stark unter Zeitdruck und psychischem Stress (24) wie der österreichische Durchschnitt (29 Indexpunkte). Die allgemeine Lebenszufriedenheit ist mit 86 Indexpunkten in Vorarlberg deutlich höher als in der ganzen Republik (78). Bei Einkommen, Karriere und Arbeitsmarktchancen schert Vorarlberg nicht nennenswert aus.

Sind in Vorarlberg Frauen oder Männer zufriedener mit ihren Jobs? Da zeigen sich kaum Unterschiede. Frauen sind generell optimistischer (65) als Männer (62 Indexpunkte). Sie sind auch ein wenig zufriedener. Die psychischen Belastungen (27 Indexpunkte) und den Innovationsstress (21) erleben Männer deutlich härter als Frauen (15 bzw. 16 Indexpunkte). Dafür sind sie in puncto Gehalt mit 57 Indexpunkten um vier Punkte zufriedener.

Arbeitszufriedenheit © AK, AK

Bildung ist entscheidend

„Bildung ist eines der wichtigsten Kriterien für hohe Arbeitszufriedenheit“, betont der AK-Präsident. Die Auswertung des vergangenen Jahres unterstreicht das erneut: Menschen mit Matura oder Universitätsabschluss weisen einen um sechs Punkte über dem Durchschnitt liegenden Gesamtindex von 114 Punkten auf. „Schlechter qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die nur eine Pflichtschulausbildung mitbringen, liegen mit 100  Indexpunkten deutlich unter dem Vorarlberg-Durchschnitt von 108.“ 

Kaum Chancen für Ältere

Nach Altersgruppen betrachtet findet sich die höchste Arbeitszufriedenheit zwar bei den über 45-Jährigen. Chancen am Arbeitsmarkt rechnet sich in der Generation 45+ aber nur noch jeder Dritte aus. Hämmerle liest deutlich den Auftrag für mehr altersgerechte Arbeitsplätze heraus und für das versprochene Bonus-Malus-System, um Älteren Anstellungen bieten zu können.

Arbeitsplätze subjektiv sicher 

Noch gehen 90 Prozent der befragten Vorarlberger davon aus, dass ihr gegenwärtiger Arbeitsplatz sicher ist. Ihre Arbeitsmarktchancen schätzten die Vorarlberger 2014 hingegen im Vergleich zu ganz Österreich schlechter ein. Die angespannte Stimmung am Arbeitsmarkt  spiegelte sich auch wider. Immerhin waren 2014 im Jahresdurchschnitt 9827 Vorarlberger ohne Job.


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