11.6.2013
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Arbeitsklimaindex: Grundsätzliches

Seit dem Jahr 2000 wird der Arbeitsklimaindex Vorarlberg in vierteljährlichen Abständen erhoben und berechnet. Er ist ein Maßstab für die Arbeitszufriedenheit sowie für den wirtschaftlichen und sozialen Wandel aus der Sicht der Arbeitnehmer.

Die vorliegenden Zahlen beinhaltet die Auswertung der vier Quartalswellen 2010, für die insgesamt 602 Vorarlberger interviewt wurden. Ihnen wurden 25 Einzelfragen gestellt, die in vier Teilindizes zusammengefasst werden: Gesellschaft, Betrieb, Arbeit und Erwartungen.

Klein- und Mittelbetriebe

Bereits seit Beginn der Erhebungen sticht die Struktur der Betriebsgröße in Vorarlberg am deutlichsten hervor: 29 Prozent der Befragten in Österreich gaben an, in Betrieben bis zu 19 Beschäftigten zu arbeiten – in Vorarlberg sind es hingegen 34 Prozent. Auch die Anzahl der Mittelbetriebe (20 bis 99 Beschäftigte) ist um elf Prozentpunkte höher als in Gesamtösterreich. Nur in Betrieben ab 100 Mitarbeiter liegt Vorarlberg mit 32 Prozent insgesamt um elf Prozentpunkte unter dem Österreichschnitt.

Bildung

Das durchschnittliche formale Bildungsniveau ist in Vorarlberg niedriger als in Gesamtösterreich: Der Anteil der Maturanten bzw. der Universitätsabsolventen ist deutlich geringer
(2010: -20 Prozentpunkte, 2009: -13 Prozentpunkte, 2008: -9 Prozentpunkte), umgekehrt ist die Gruppe derjenigen, die eine Lehre absolvieren, vergleichsweise höher (2010: +23 Prozentpunkte, 2009: +18 Prozentpunkte, 2008: +13 Prozentpunkte). Das spiegelt sich auch in der Stellung im Beruf wieder: Die Anteile der einfachen und qualifizierten Angestellten sind in Vorarlberg um 16 bzw. fünf Prozentpunkte höher als im österreichischen Gesamtschnitt. Umgekehrt beträgt der Anteil der öffentlich Bediensteten in Vorarlberg nur etwa ein Drittel des österreichischen Gesamtschnittes. Auch der Anteil der Facharbeiter liegt im Ländle deutlich unter dem durchschnittlichen Österreichwert.

Was auf den ersten Blick als Widerspruch erscheint, nämlich dass es einerseits mehr Lehrlinge in Vorarlberg gibt und andererseits weniger Facharbeiter, erklärt AK-Präsident Hubert Hämmerle wie folgt: „Insbesondere große Betriebe honorieren die Lehrausbildung ihrer Mitarbeiter damit, dass sie unmittelbar nach dem Erlangen ihres Facharbeiterstatus in ein Angestelltenverhältnis übernommen werden. Das bringt für die Beschäftigten nicht nur arbeitsrechtliche Vorteile mit sich, sondern zeugt auch davon, wie hoch die technischen und fachlichen Fertigkeiten hierzulande geschätzt werden.“

Branchen

Beim Vergleich der Beschäftigten nach Branchen, zeigt sich nach wie vor eine starke Dominanz des privaten gegenüber dem öffentlichen Sektor. Während Groß- und Einzelhandel in Vorarlberg überdurchschnittlich vertreten sind (+12 Prozentpunkte), sind im öffentlichen Bereich weniger Personen beschäftigt als in Gesamtösterreich. Nicht unbedeutend sind in Vorarlberg auch die Beschäftigtenanteile in Industrie und Gewerbe mit einem Anteil von 36 Prozent (Österreich: 25 Prozent)

Arbeitszeit

Mit 35,1 Wochenstunden durchschnittlicher Arbeitszeit in Vorarlberg, liegt dieser Wert etwas unter dem Gesamtösterreich-Schnitt (37,5 Wochenstunden). Der Unterschied liegt nicht zuletzt in einem etwas über dem Durchschnitt liegenden Teilzeitanteil in Vorarlberg: 28 Prozent (vorwiegend Frauen) gegenüber 22 Prozent in Österreich. Die Teilzeitbeschäftigen arbeiten in Vorarlberg bis zu 35 Wochenstunden.

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