13.04.2011
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Viele Vorarlberger kommen gerade über die Runden

65 Prozent der Vorarlberger Beschäftigten sind 2010 mit ihrem Einkommen sehr oder eher zufrieden, ein Fünftel vergibt die Note 3 und nunmehr 15 Prozent sind damit eher nicht oder gar nicht zufrieden. Im Gegensatz dazu sind es 47 Prozent die gerade oder nicht mit dem verdienten Geld über die Runden kommen.


Einkommen © AK, AK

Die Einkommenszufriedenheit steigt mit dem Bildungsniveau – von einem Durchschnittswert der Note 3 bei den Pflichtschulabsolventen bis zum Niveau von 1,7 bei jenen mit zumindest Matura. Das Gefälle der Einkommenszufriedenheit ist damit in Vorarlberg im Vergleich mit Österreich deutlich stärker ausgeprägt, wo – bezogen auf das Bildungsniveau – sich die Durchschnittswerte zwischen 2,9 und 2,3 erstrecken.

Bedürfnisdeckung


Ein © AK, AK

Wenngleich die Einkommenszufriedenheit in Vorarlberg insgesamt zwar über dem Österreich-Schnitt liegt, ist es im Bundesland in einer Hochpreis-Region an der deutschen und schweizerischen Grenze offenbar schwieriger, mit dem Einkommen das Auslangen zu finden. Waren es 2007 noch 66 und 2008 58 Prozent, die angaben sehr gut von ihrem Einkommen leben zu können bzw. dass es vollkommen ausreiche, so sind es 2009 und 2010 nur mehr 53 Prozent der befragten Vorarlberger/innen, die das behaupten können. Für 43 Prozent reicht ihr Einkommen gerade noch und für weitere vier Prozent ist es nicht ausreichend. Es sind in Vorarlberg etwa neun Prozent der jüngeren Arbeitnehmer unter 30 Jahren, zehn Prozent der Facharbeiter und sieben Prozent Personen mit Kleinkindern im Haushalt, die kein existenzsicherndes Einkommen haben.

Was auf den ersten Blick verwirrt, da 65 Prozent mit dem Einkommen zufrieden sind und doch fast die Hälfte nur schwer oder nicht damit ein Auslangen finden, erklärt AK-Präsident Hubert Hämmerle folgendermaßen: „Der Anteil an Teilzeitarbeitenden ist in Vorarlberg sehr hoch und betrifft vorwiegend Frauen. Oft handelt es sich dabei um Wiedereinsteigerinnen, die zwar mit ihrem Lohn für die Teilzeitarbeit zufrieden sind, davon aber häufig nicht leben können. Von dieser Situation sind vorwiegend Alleinerzieherinnen betroffen, die auf weitere Unterstützung angewiesen sind. Das unterstreicht auch die steigenden Zahlen von denjenigen Personen, die zusätzliche regelmäßige Unterstützung erhalten.“

Zusätzliche regelmäßige Unterstützung


Einkomm © AK, AK

41 Prozent der Vorarlberger Beschäftigten und ein Viertel der österreichischen Arbeitnehmer beziehen neben ihrem beruflichen Einkommen sonstige regelmäßige Beträge in Form von Unterstützungen durch ihre Ehepartner bzw. Lebensgefährten. Primär betrifft das weibliche Beschäftigte und solche, die einem Teilzeitjob nachgehen. Bei knapp einem Fünftel der unter 30-jährigen Beschäftigten in Vorarlberg wird auch in Form von regelmäßigen Unterstützungen durch Eltern und Großeltern ein zu geringes eigenes Einkommen kompensiert.

Versorgung im Alter


Einkommen © AK, AK

Die zukünftige Altersversorgung betreffend, zeigen die Vorarlberger Beschäftigten mehr Zuversicht als die Arbeitnehmer in Gesamtösterreich.

Während in Vorarlberg 46 Prozent der Beschäftigten davon ausgehen, recht gut von der zukünftigen Altersversorgung leben zu können, beträgt der entsprechende Anteil in Österreich insgesamt lediglich 30 Prozent. Jeweils rund ein Fünftel der Befragten befürchten, mit ihrer zukünftigen Alterspension nicht auszukommen.

Dass die ihnen zustehende Altersversorgung aus heutiger Sicht nicht ausreichen wird, befürchten 21 Prozent der weiblichen Beschäftigten in Vorarlberg, 22 Prozent der bis 29-Jährigen und 30 Prozent jener mit nur Pflichtschulabschluss.

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