11.04.2011
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Arbeitsmarkt

Sowohl aus Sicht der österreichischen als auch speziell der Vorarlberger Arbeitnehmer ist die subjektive Arbeitsplatzsicherheit seit 2007 kontinuierlich gesunken. Im Jahr 2010 hat der Anteil derjenigen, die ihren Arbeitsplatz für unsicher halten, jedoch wieder etwas abgenommen.


Arbeitsmarkt © AK, AK

Von jenen Vorarlbergern, die zum Befragungszeitpunkt in Beschäftigung waren, halten 13 Prozent ihre Arbeitsstelle für sehr sicher und weitere 76 Prozent für eher sicher. Der Anteil der ersteren Gruppe ist allerdings in Vorarlberg nur etwa halb so hoch wie in Österreich.

Nunmehr halten elf Prozent der Vorarlberger ihren Arbeitsplatz für eher oder sehr unsicher. Bei Personen mit nur Pflichtschulabschluss ist der entsprechende Anteil mit 28 Prozent fast dreimal so hoch und bei Hilfsarbeitern beträgt er sogar 36 Prozent. Im Vergleich dazu machen sich nur zehn Prozent der Facharbeiter sowie zwei Prozent der einfachen und neun Prozent der qualifizierten Angestellten in Vorarlberg Sorgen um ihren Arbeitsplatz.

Arbeitsmarktchancen


Arbeitsmarkt, Tabelle © AK, AK

„In den Jahren 2007 und 2008 wurden die theoretischen Arbeitsmarktchancen in Vorarlberg weit besser eingeschätzt als im restlichen Österreich. Diese Situation hat sich bereits 2009 und noch einmal verstärkt 2010 ins Gegenteil verkehrt“, berichtet AK-Präsident Hubert Hämmerle. Ein weitaus größerer Anteil der Vorarlberger, nämlich 68 Prozent, ist der Ansicht, im Falle des Falles nur eher oder sehr schwer wieder eine annehmbare Arbeitsstelle finden zu können. In Österreich sind es 53 Prozent.

Jüngere und höher qualifizierte Beschäftigte sind in Vorarlberg hinsichtlich ihrer subjektiven Arbeitsmarktchancen teilweise wesentlich optimistischer. So nehmen etwa 30 Prozent der Facharbeiter im Vergleich zu nur sechs Prozent insgesamt an, sehr leicht wieder eine akzeptable Arbeitsstelle finden zu können. Der entsprechende Anteil beträgt bei Beschäftigten mit zumindest Matura 18 Prozent.

Mit zunehmendem Alter nehmen die subjektiven Arbeitsmarktchancen rapide ab: 83 Prozent der ab 45-jährigen Vorarlberger bzw. 70 Prozent der Österreicher dieser Altersgruppe befürchten, nur mehr „eher schwer“ oder „sehr schwer“ wieder eine entsprechende Stelle finden zu können. Besonders geringe Chancen rechnen sich diesbezüglich auch Vorarlberger Beschäftigte im Groß- und Einzelhandel (79 Prozent eher oder sehr schwer) aber auch in der Industrie und im Gewerbe (59 Prozent) aus, von denen 72 Prozent glauben, bei Arbeitsplatzverlust nur mit Schwierigkeiten wieder eine Arbeitsstelle finden zu können.

Arbeitsplatzsicherheit


Arbe © AK, AK

48 Prozent der Vorarlberger Beschäftigten halten die österreichischen Arbeitsplätze für „sehr“ bzw. „ziemlich sicher“ (Österreich: 45 Prozent). „Obwohl die Vorarlberger im Bereich Arbeitsplatzsicherheit etwas optimistischer als das restliche Österreich sind, ist der Zuwachs der Pessimisten seit dem Jahr 2007 markant“, warnt AK-Präsident Hämmerle. Waren 2007 noch 79 Prozent der Vorarlberger Beschäftigten überzeugt, dass die Arbeitsplätze in Österreich mehr oder weniger sicher seien, ist der entsprechende Anteil nunmehr auf 48 Prozent gesunken. Von den österreichischen Beschäftigten glaubten 2010 nur mehr 45 Prozent (gegenüber 59 Prozent 2007) an die Arbeitsplatzsicherheit in unserer Republik.

Der Anteil der hinsichtlich der allgemeinen Arbeitsplatzsituation in Österreich Pessimistischen hat sich in Vorarlberg in diesem Zeitraum – ausgehend von einem niedrigeren Niveau – fast verdreifacht.

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