1. Workshop zum Lehrlingsnetzwerk Vorarlberg

31 Jugendliche von 13 verschiedenen Unternehmen arbeiteten zusammen an zukünftigen Projekten für die Lehrlings-Community.

“Ihr leistet heute alle wertvolle Pionier-Arbeit!” Damit stimmte Organisator und Workshop-Leiter Markus Curin (Lehre in Vorarlberg) die Teilnehmer auf den produktiven Nachmittag im WIFI Dornbirn ein. Das Lehrlingsnetzwerk begann als Nebenprojekt der VEM-Initiative “Ausbildung mit Zukunft” und wurde im vergangenen Jahr mit einem ähnlichen Anliegen des Vereins “Lehre in Vorarlberg” zusammengeführt. Das Ziel: Die Vernetzung von tausenden Vorarlberger Lehrlingen auf beruflicher und privater Ebene sowie die Organisation gemeinsamer Aktivitäten und Projekte. Und da es kein vergleichbares Vorhaben im deutschsprachigen Raum gibt, waren tatsächlich Pioniere am Werk. poolbar-Organisator Herwig Bauer stellte Festival und aktuelles Covid-Konzept persönlich vor.

So standen beim Workshop folgende Themen auf dem Programm: E-Sports-Turnier, neue Lehrlingscard, Open-Air-Event beim poolbar-Festival und Ausbau des Netzwerks. Vor jedem Thema gab es eine kurze Einführung. Dabei stellte poolbar-Gründer und -Organisator Herwig Bauer persönlich das Festival samt aktuellem Covid-Konzept vor, während Verena Kohler (aha – Jugendinfo Vorarlberg) die Möglichkeiten der Jugend- bzw. Lehrlingscard präsentierte. Danach war Gruppenarbeit angesagt: Wie können die Projekte unter den Lehrlingen verbreitet werden? Welche exklusiven Vorteile wären bei einer Lehrlingskarte sinnvoll? Welche Preise gibt es für die Sieger beim Turnier? Wer gestaltet den Siegerpokal und wie soll er aussehen? Wie soll der Lehrlingstag beim poolbar-Festival gestaltet werden? usw.

Die Lehrlingscard wurde von Verena Kohler (aha – Jugendinfo Vorarlberg) präsentiert.

Netzwerk Schritt für Schritt ausbauen

Im Anschluss stellte jede Gruppe ihre Ergebnisse vor. Viele Punkte wurden gleich im Kollektiv besprochen. Während die Eckpfeiler beim E-Sports-Turnier bereits 2020 festgelegt wurden (Spiele, Modus und Ausführung fixierten Lehrlinge mit dem Verein West Austria Gaming), wird etwa das poolbar-Event von Grund auf behandelt.

Eine Kerntruppe engagierter Lehrlinge rund um Netzwerk-Initiator Jean-Phillip Bernecker (Illwerke VKW) leistete auch in puncto Vernetzung bereits wertvolle Vorarbeit. Auf der Messenger-Plattform “Discord” wurden Chat-Kanäle für den gemeinsamen Austausch eingerichtet. Dort konnten sich bereits im letzten Jahr firmenübergreifend Lehrlinge auf Prüfungen und Wettbewerbe vorbereiten. Aktuell sind etwa 80 Lehrlinge angemeldet, durch die Events und Projekte sollen es Schritt für Schritt mehr werden.

Vor Ende des Workshops konnten sich interessierte Lehrlinge einem Projekt zuteilen lassen: In den nächsten Wochen werden sich die Teams E-Sport, poolbar und Netzwerk in Zusammenarbeit mit Lehre in Vorarlberg um die Umsetzung kümmern.

Enormes Potenzial und “schöne Nebenwirkungen”

“Das Ganze Thema ist natürlich kein ,Wünsch dir was’-Konzept”, erklärte Markus Curin den Workshop-Teilnehmer. “Es steigt und fällt durch euer persönliches Engagement.” Aber durch das Netzwerk hätten die Lehrlinge erstmals die Chance, Themen zu beeinflussen und mitzubestimmen, die sie direkt beträfen. Und darüber hinaus völlig neue Initiativen zu entwickeln. Das Potenzial des Netzwerks sei enorm, das Schönste aber “die Nebenwirkungen”, so Curin. Entwicklung projekteiner Zusammengehörigkeit und eine Stärkung des Lehrlings-Image von innen nach außen. Anders als bei Schüler*innen mit geregelten Strukturen. Abläufen und Kontakten sind fast 80% der Lehrlinge in einem Betrieb mit 1-3 Lehrlingen. Ausbildungsbetriebe wie Blum, Meusburger oder Liebherr mit dutzenden oder gar hunderten Lehrlingen inkl. durchdachtem Ausbildungskonzept sind die Ausnahme.

Dank an Lehrlinge und Ausbildungsbetriebe

Ein großer Dank gilt jedenfalls den Lehrlingen Laura, Jean-Phillip, Vanessa, Andreas, Jordan, Julian, Ben, Florent, Leon, Paul, David, Yusuf, Lukas, Angelina, Philipp, Simon, Clemens, Jakob, Nadine, Pavle, Lukas, Mika, Elias, Sandro, Bettina, Patric, Sophia, Michelle Marie, Raphaela, Noah und Sebastian für die aktive Teilnahme am Workshop. Und natürlich den Betrieben bzw. Ausbilder*innen von Hirschmann Automotive, Zumtobel, Dornbirner Sparkasse, Illwerke VKW, Blum, Reisch Maschinenbau, Ideenfix, Meusburger, Getzner, Stadt Feldkirch, ÖBB, Rauch und BSBZ Landwirtschaftsschule, dass sie den Jugendlichen die Workshop-Teilnahme als Arbeitszeit ermöglichten.

Hier gehts zum Original-Bericht.

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